Tödlicher Anschlag in Mogadischu | Aktuell Afrika | DW | 06.03.2021
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Somalia

Tödlicher Anschlag in Mogadischu

Bei einem Selbstmordanschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens 20 Menschen getötet worden. Das Attentat richtete sich gegen ein beliebtes Restaurant. Zu der Tat bekannte sich die Al-Shabaab-Miliz.

Der Leiter des Rettungsdienstes Aamin, Abdikadir Abdirahman, sprach von 20 bestätigten Todesopfern und 30 Verletzten. Osman schilderte die Explosion als "sehr schwer". Sie habe "massive Zerstörung" angerichtet. 

"Sie können sich kaum vorstellen, wie stark die Explosion war", sagte Polizeioffizier Ali Hassan der Deutschen Presse-Agentur. Die Opferzahlen waren am Abend immer weiter gestiegen, nachdem aus den Trümmern des zerstörten Gebäudes eine Leiche nach der anderen geborgen worden war.

Selbstmordanschlag in Somalia

Ein Krankenwagen bringt Verletzte in die Klinik

Bei den Toten handelt es sich um Zivilisten sowie den Attentäter. Das populäre Restaurant, gegen das sich der Anschlag richtete, war bereits zum zweiten Mal Ziel eines Selbstmordanschlags. Es wird vor allem von Regierungsmitarbeitern, Sicherheitspersonal und der städtischen Bevölkerung besucht. Die sunnitische Terrorgruppe Al-Shabaab reklamierte den Angriff über ihr Sprachrohr Radio Andalus für sich.

Angriff auf Gefängnis - viele Häftlinge entkommen

Nur wenige Stunden zuvor hatten mutmaßliche Kämpfer der Gruppierung ein Gefängnis in der Hafenstadt Bosaso in der semiautonomen Provinz Puntland angegriffen und mindestens acht Sicherheitskräfte getötet. Nach Polizeiangaben entkamen etliche Häftlinge, darunter mutmaßliche Terroristen. Al-Shabaab beanspruchte auch diese Tat für sich und behauptete, die Angreifer hätten fast 400 Gefangene befreit.

Die Terrorgruppe kämpft seit Jahren in dem Land am Horn von Afrika um die Vorherrschaft. Al-Shabaab kontrolliert weite Teile des Südens und des Zentrums und verübt immer wieder Anschläge auf Zivilisten und Sicherheitskräfte.

gri/rb (dpa, ap, afp, rtr) 

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