Supertaifun ′Usagi′ wütet in China | Aktuell Asien | DW | 23.09.2013
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Aktuell Asien

Supertaifun 'Usagi' wütet in China

Der Taifun "Usagi" hat in Südchina eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Bislang starben 25 Menschen. So einen heftigen Wirbelsturm hat China in diesem Jahr noch nicht erlebt.

Beim Zerstörungszug von Taifun "Usagi" über Südchina sind mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Es ist der schwerste Wirbelsturm des Jahres in der Region, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Der "Super-Taifun" traf in der Nacht zum Montag mit voller Wucht bei der südchinesischen Stadt Shanwei in der Provinz Guangdong auf die Küste.

Der Sturm hatte Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 Stundenkilometern. In der Region wurden mehr als 7000 Häuser zerstört, Bäume wurden entwurzelt. Die Strom- und Wasserversorgung war zeitweise unterbrochen. Rund 50 Zugverbindungen wurden ausgesetzt, Hunderte Flüge gestrichen. Die Behörden hatten in der Region die höchste Alarmstufe ausgerufen. Zehntausende Fischerboote waren in die Häfen zurückgerufen worden. Nach Angaben der Behörden waren zuvor mehr als 80.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden. 50.000 Rettungs- und Einsatzkräfte sollen vor Ort sein. Der direkte wirtschaftliche Schaden wurde auf mehr als drei Milliarden Yuan, umgerechnet 390 Millionen Euro, beziffert.

Zerstörung auch in Hongkong und auf den Philippinen

Aus Sorge vor dem Sturm wurden die vier Reaktorblöcke des Atomkraftwerks Dayawan in Guangdong vorsichtshalber auf eine niedrigere Auslastung heruntergefahren.

Mann kämpft gegen Wellen (Foto: EPA)

An der philippinischen Küste südlich von Manila kamen meterhohe Wellen an

Am Sonntag hatte der Sturm bereits in Hongkong für ein Flugchaos gesorgt. Auch auf den Philippinen hatte "Usagi" schon Zerstörungen angerichtet. Der Tropensturm traf dort schon am Samstag auf den Norden der Inselgruppe. Betroffen war vor allem die Insel Batan. "Viele Bäume wurden entwurzelt, und wir haben keinen Strom", sagte Gouverneur Vicente Gato einem Radiosender aus Manila. Nach einer ersten Bilanz starben durch den Sturm auf den Philippinen mindestens 16 Menschen, 20.000 Einwohner mussten sich vor dem Sturm in Sicherheit bringen.

In Taiwan hob die Wetterbehörde am Sonntag eine Warnstufe auf, wies aber darauf hin, dass es weiterhin zu starken Niederschlägen im Bergland kommen könnte. "Usagi" hatte dort am Samstag heftige Regenfälle mit sich geführt. In einigen niedrig gelegenen Regionen kam es zu Überschwemmungen. Knapp 3500 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

as/uh (afp, dpa, ape, rtr)

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