Sudan lässt alle politischen Gefangenen frei | Aktuell Afrika | DW | 10.04.2018
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Amnestie im Sudan

Sudan lässt alle politischen Gefangenen frei

Es dürfte als vertrauensbildende Maßnahme gedacht sein: Sudans Präsident Omar al-Baschir ordnet die Freilassung sämtlicher politischen Gefangenen an. Damit kommt er seinen Gesprächspartnern im nationalen Dialog entgegen.

Präsident Omar al-Baschir verfügte die Freilassung per Dekret. Die Amnestie betrifft vor allem Aktivisten, die bei Demonstrationen gegen Preissteigerungen im Januar festgenommen worden waren.

In mehreren sudanesischen Städten hatte es wütende Proteste gegeben, nachdem vor allem die Preise für Brot gestiegen waren. Die Polizei ging gewaltsam gegen die Teilnehmer vor. Hunderte Oppositionelle, Menschenrechtsaktivisten und Demonstranten wurden festgenommen.

"Geist der Versöhnung und des Friedens"

Dutzende Aktivisten wurden bereits wieder auf freien Fuß gesetzt, andere sind jedoch noch in Haft - darunter der Chef der Kommunistischen Partei, Mochtar al-Chatib, und der Chef der Kongresspartei, Chaled Omar. Sie dürften nun von dem Dekret profitieren. Der Opposition zufolge gibt es noch etwa 50 politische Gefangene.

Der Präsident geht damit auf Forderungen von Parteien und Gruppen ein, die sich am sogenannten nationalen Dialog beteiligen. Es solle der Geist der Versöhnung und des Friedens gestärkt werden, heißt es bei der staatlichen Nachrichtenagentur Suna .

Al-Baschir herrscht seit 1989 in dem afrikanischen Staat. Seit 2015 trifft er sich mit Oppositionellen und Rebellen, um langjährige Konflikte wie in der Region Darfur zu beenden. Viele Regierungskritiker boykottieren die Gespräche jedoch.

rb/wa (afp, ap, rtr)

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