Strom des Lebens (2) | DokFilm | DW | 31.05.2019
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Strom des Lebens (2)

Elektroantrieb oder Brennstoffzellen, Hybridelektrik oder Methanol und synthetisches Kerosin? Es gibt viele Ideen für den Ersatz fossiler Energieträger als Antworten auf die Frage: Wie kommen wir künftig von A nach B?

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Der Transport von Personen und Gütern auf Straße, Schiene und in der Luft ist für rund 34 Prozent des anfallenden Energieverbrauchs verantwortlich. Die Elektrifizierung der Mobilität ist hat bereits begonnen und könnte, wie das Beispiel Norwegen zeigt, eine Lösung sein. Allerdings nicht für LKW und Industriefahrzeuge. Ist Brennstoffzellentechnologie hier die Alternative? Japan glaubt fest daran. Kann Elektrifizierung auch den Luftverkehr revolutionieren? Siemens und Airbus wollen hier Luftfahrtgeschichte schreiben: Sie arbeiten an einem Regionalflugzeug mit einem hybridelektrischen Antrieb. Für Langstreckenflugzeuge geht das nicht. Hier arbeiten Wissenschaftler der ETH Zürich und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt an einer spektakulären Lösung: Synthetisches Kerosin aus Sonnenlicht. Auch in der Schifffahrt wird eine Alternative zum Schweröl gesucht. Für die gigantischen Kreuzfahrer und vor allem die Containerschiffe, die einen Großteil des Welthandels bestreiten, funktionieren weder Elektroantrieb noch Brennstoffzellen. Methanol, nachhaltig erzeugt, könnte hier funktionieren. Eine erste Großfähre ist versuchsweise in Betrieb. Neben der Mobilität ist die Digitalisierung einer der großen Stromfresser des 21. Jahrhunderts. Streaming-Dienste, Cloud-Computing, das Internet der Dinge steigern unseren Energiebedarf weiter. Experten rechnen mit einem Mehrverbrauch von rund 40% in den nächsten 12 Jahren. Allein die Serverfarmen von Microsoft werden so viel Strom verbrauchen wie ein mittelgroßer europäischer Staat. Woher soll dieser Strom kommen? Ohne Sparen wird es nicht gehen. Das gilt auch für unser Wohnen in Zukunft. Das erste energieautarke Mehrfamilienhaus der Welt steht in der Schweiz und zeigt, wie man sich energiemäßig unabhängig machen kann. Die Zukunft werden vernetzte Häuser sein, die ihren Strom untereinander austauschen.