Streik in Belgien blockiert Teile Europas | Wirtschaft | DW | 09.10.2015
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Wirtschaft

Streik in Belgien blockiert Teile Europas

Ein 24-Stunden-Streik hat die internationalen Bahnverbindungen zwischen Brüssel, Paris und Amsterdam weitgehend unterbrochen. Auch die meisten Züge nach England verkehren nicht.

Der Zugverkehr in weiten Teilen Belgiens ist seit Donnerstagabend lahmgelegt. Der Streik der Eisenbahner soll den ganzen Freitag anhalten. Wegen der zentralen Lage Belgiens trifft es auch die Reisende im grenzüberschreitenden Verkehr hart: Die Eurostar-Züge zwischen London und Brüssel bleiben am Morgen im nordfranzösischen Lille stecken. Alle Verbindungen nach Paris mit dem Thalys sind gestrichen.

Thalys und Eurostar stehen still

Der Hochgeschwindigkeitszug Thalys verbindet normalerweise Brüssel auch mit Köln und Amsterdam. Bis auf wenige Ausnahmen bewegte sich hier bisher auch nichts.

Der 24-Stunden-Streik der belgischen Eisenbahner war für den Großraum Brüssel ausgerufen worden. Die Bahn-Beschäftigten wehren sich gegen Reformpläne der belgischen Regierung unter Premierminister Charles Michel. Die Reformen sehen Einsparungen und einen Personalabbau auch bei der Bahn vor.#bild#

Protest gegen Sparpläne

Proteste in Belgien (Foto dpa)

Spar-Proteste am vergangenen Mittwoch

Bereits am Mittwoch hatten mehrere Zehntausend Menschen in Brüssel gegen die Sparbestrebungen von Michels Mitte-Rechts-Regierung demonstriert. Belgiens Gewerkschaften fürchten, die Regierung wolle unter anderem Steuergeschenke für Unternehmen durch Kürzungen bei den Sozialausgaben finanzieren.

ar/nm (dpa, afp, ap)