Start der Tour de France verschoben | Sport | DW | 14.04.2020
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Radsport

Start der Tour de France verschoben

Die Verantwortlichen der Tour de France haben lange gezögert - jetzt steht fest: Ein Start des Radklassikers am 27. Juni ist nicht möglich. Laut Medienberichten gibt es bereits einen Ausweichtermin später im Jahr.

Tour de France 2019 21. Etappe | Egan Bernal (Reuters/G. Fuentes)

Ein Bild aus besseren Tagen: Im vergangenen Jahr trug Egan Bernal das Gelbe Trikot ins Ziel nach Paris

Ein Start wie geplant am 27. Juni in Nizza sei nicht mehr möglich, teilte Tour-Veranstalter ASO mit. Laut Medienberichten soll die diesjährige Tour de France nun am 29. August beginnen und am 20. September auf dem Champs-Élysées in Paris enden. Das berichtet die Zeitung "Le Dauphiné" auf ihrer Internetseite.

Zuvor hatte Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron verkündet, dass wegen der Coronavirus-Pandemie "Veranstaltungen mit großem Publikum frühestens Mitte Juli abgehalten werden" könnten. 

No Sports in diesem Sommer

Während nahezu der komplette Sportsommer mit Fußball-EM, Olympia und Wimbledon für 2020 schon abgeblasen wurde, hofften die Tour-Verantwortlichen um Chef Christian Prudhomme immer noch, das Rennen fristgemäß starten zu können. Bis zum 15. Mai setzten sie sich eine Frist. Dann sollte über die ursprünglich angedachte Austragung entschieden werden. Diesem Vorhaben machte Frankreichs Staatspräsident in seiner dritten TV-Ansprache an die Nation während der Corona-Krise nun endgültig einen Strich durch die Rechnung.

Prudhomme hatte alles versucht, um den Tourstart im Juni zu retten. Beschwörend sagte er bereits im März: "Für die Tour de France kann ich nur sagen: Nur zwei Weltkriege haben die Tour stoppen können." Jetzt ist es ein Virus, dass dem prestigeträchtigen Radrennen einen Stopp verordnen könnte. Frankreich ist von der Corona-Pandemie hart getroffen - bis Montag zählte das Land fast 15.000 Todesfälle. Das sollte nun auch Prudhomme überzeugt haben.

cgn/ww (dpa, sid)

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