Starke Frauen, harte Fäuste - Thaiboxen für alle | DokFilm | DW | 16.04.2021
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

DokFilm

Starke Frauen, harte Fäuste - Thaiboxen für alle

Muay Thai: In Thailand ist der populäre Nationalsport nach wie vor eine Männerdomäne. Doch immer mehr Mädchen und Frauen streben eine professionelle Karriere im Ring an und stellen damit alte Traditionen in Frage.

Video ansehen 42:35

Muay Thai wird auch der Kampf der Krieger und Könige genannt und gilt als eine der ältesten und traditionsreichsten Sportarten der Welt. Thaiboxen zählt als Kampf der Superlative, ein Wettkampf, bei dem es richtig zur Sache geht. In Thailand ist der Sport so populär wie in anderen Ländern der Fußball: Fernseh-Übertragungen zur besten Sendezeit und hohe Sportwetten machen die erfolgreichsten Thaiboxenden zu Stars und Göttern der thailändischen Gesellschaft. Obwohl der aktive Kampf nach wie vor eine Männerdomäne ist und Frauen in den großen Stadien des Landes nicht auftreten dürfen, beginnen die Mauern dieses männlichen Bollwerks zu wanken: Immer mehr Mädchen und Frauen trainieren in den Sportstudios des Landes und streben professionelle Karrieren im Ring an. Angefangen hat alles mit der Box-Legende Nong Tum. Auf dem Höhepunkt des Erfolges nutzte Nong Tum, der damals als männlicher Boxer gesehen wurde und dessen Auftritt mit Make-up für einen Marketing-Gag gehalten wurde, die Preisgelder für eine Geschlechtsumwandlung - aus dem Kämpfer wurde eine Kämpferin. Danach war Nong Tums Profi-Karriere beendet. Heute trainiert sie Jugendliche im eigenen Sportstudio in Bangkok. Die Box-Kids liefern Einblicke in ihr Leben zwischen Schule und Training, von der Mithilfe in der elterlichen Garküche bis zum Wettkampf in einer der Arenen in Chiang Mai. Nong Tum, die von sich selbst sagt, ihr Lächeln sei "süß wie Honig", doch ihr Schlag "wie der Tritt eines Elefanten", kämpft um Anerkennung und Gleichberechtigung von Frauen und Transsexuellen im Boxsport.