Staatliche Kunstsammlungen Dresden sind Kulturmarke des Jahres | Kultur | DW | 13.11.2018
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Kulturmarken Award 2018

Staatliche Kunstsammlungen Dresden sind Kulturmarke des Jahres

Der Dresdner Museumsverbund wird mit der Kulturmarke des Jahres 2018 ausgezeichnet. Der scheidende Berlinale-Direktor Dieter Kosslick erhält bei der Verleihung der Kulturmarken Awards den Preis für sein Lebenswerk.

Als  weltweit führendes Universalmuseum bildete der Dresdner Verbund mit seinen enzyklopädischen Sammlungen einen Kosmos globaler Kunst- und Kulturgeschichte, begründete die 37-köpfige Jury die Wahl der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zur Europäischen Kulturmarke des Jahres 2018. Der Museumsverbund setzte sich beim Hauptpreis gegen die Jazz-Messe jazzahead! in Bremen und die Stiftung Zollverein in Essen durch.

Den Sonderpreis für das Lebenswerk erhielt Dieter Kosslick, seit 2001 und im kommenden Jahr zum letzten Mal Direktor der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Seine Nachfolge bei der Berlinale übernehmen Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek.

Insgesamt 99 Bewerbungen waren in diesem Jahr eingegangen, 24 von ihnen wurden in acht Kategorien nominiert. Vor 500 Gästen aus Kultur, Wirtschaft und Politik wurden die Preise am Montagabend (12. November) bei der "Night of Cultural Brands" im Berliner Kultur- und Veranstaltungszentrum "Radialsystem" vergeben.

Der scheidende Berlinale-Direktor Dieter Kosslick hält eine Karte in der Hand und den Zeigefinger der anderen Hand ausgestreckt. (picture-alliance/dpa/B. Pedersen)

Fürs Lebenswerk geehrt: Die Berlinale im kommenden Jahr wird Dieter Kosslicks letzte als Direktor sein.

Als Trendmarke darf sich nun auch das Faust-Festival München bezeichnen, den Preis für Medienkultur erhielt das Klassik-Magazin "crescendo". In der Kategorie Stadtkultur prämierte die Jury die Vermarkter einer Stadt, die, so wird es in Deutschland immer wieder scherzhaft und fälschlich behauptet, gar nicht existiert: Bielefeld. Als Europäische Kulturtourismusregion wurde Trier ausgezeichnet - ausschlaggebend waren die Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag des berühmtesten Sohnes der Stadt, Karl Marx. Die kontroverse Figur sei auf unterschiedlichsten Veranstaltungen auch kritisch gewürdigt worden.

Eine rote Marx-Figur steht anlässlich des 200. Geburtstags von Karl Marx in Trier. (picture-allilance/dpa/H. Tittel)

Haste mal 'nen Marx? Der berühmte Sohn der Stadt hat Trier Einnahmen und nun auch einen Preis eingebracht

Der Kulturmarken Award wird seit 2006 vergeben, die Skulptur "Aurica" verkörpert "Exzellenz, Attraktivität und Offenheit" des europäischen Kulturmarktes. Wettbewerb für Kulturmanagement und Kulturmarketing im deutschsprachigen Raum avanciert. Ausgezeichnet werden Kulturanbieter und -projekte, kulturfördernde Unternehmen, Städte, Tourismusgesellschaften oder auch Fördervereine aus Europa, die sich durch innovative Marketingideen sowie professionelles Management in der Kulturlandschaft hervorgetan haben. Auch die Deutsche Welle ist vertreten, DW-Kulturchef Rolf Rische ist Mitglied der Jury.

Unter den früheren Preisträgern sind neben Initiatoren aus der Wirtschaft zahlreiche originäre Kulturprojekte wie das Burgtheater Wien, die Frankfurter Schirn Kunsthalle, die Bregenzer Festspiele oder das Dortmunder U, ein Zentrum für Kunst und Kreativität.

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