Springer-Chef Mathias Döpfner erhält Leo-Baeck-Preis | Aktuell Deutschland | DW | 18.01.2019
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Deutschland

Springer-Chef Mathias Döpfner erhält Leo-Baeck-Preis

Es ist die höchste Auszeichnung des Zentralrats der Juden in Deutschland. Zu den Preisträgern gehören frühere Bundespräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel.

Berlin - CEO von Axel Springer - Mathias Doepfner auf dem Weg zu Pressekonferenz (Getty Images/AFP/O. Andersen)

"Ein echter Freund Israels": Mathias Döpfner (Archivbild)

Der Vorstandschef des Medienkonzerns Axel Springer erhält in diesem Jahr den Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland. Damit werde Döpfners "seit Jahrzehnten währendes außerordentliches Engagement für die jüdische Gemeinschaft und für den Staat Israel" gewürdigt, erklärte der Verband. Die Preisverleihung soll im Mai in Berlin stattfinden.

Döpfner habe die Bekämpfung des Antisemitismus in Deutschland zu "seinem persönlichen Anliegen" gemacht und stoße mit "scharfen und sprachlich brillanten Analysen" regelmäßig wichtige Debatten an, teilte Zentralratspräsident Josef Schuster mit. Er zeige Haltung und stemme sich "gegen den Mainstream". Überdies sei er "ein echter Freund Israels", der Deutschland nicht "aus dessen historischer Verantwortung gegenüber dem jüdischen Staat" entlasse.

Prominenter Rabbiner

Der mit 10.000 Euro dotierte Leo-Baeck-Preis ist die höchste Auszeichnung des Zentralrats der Juden in Deutschland. Zu den Preisträgern gehören die früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Christian Wulff, Kanzlerin Angela Merkel und der ehemalige Bundestagspräsident Norbert Lammert.

Der Rabbiner Leo Baeck war während der NS-Zeit Präsident der Reichsvertretung der Deutschen Juden. Angebote zur Emigration lehnte er ab. 1943 wurde Baeck mit seiner Familie in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Er überlebte und übersiedelte nach Ende des Zweiten Weltkriegs nach London, wo er 1956 starb.

jj/ie (dpa, afp, epd, kna)