Sprengstoff-Anschlag auf Blauhelme in Mali | Aktuell Afrika | DW | 20.04.2019
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Westafrika

Sprengstoff-Anschlag auf Blauhelme in Mali

Die UN-Stabilisierungsmission im westafrikanischen Krisenland Mali gilt als gefährlichster Einsatz von Blauhelmsoldaten weltweit, was sich nun erneut bei einem "feigen Angriff" bestätigte. Waren es wieder Islamisten?

Mali UN-Mission Minusma Symbolbild (picture alliance/dpa/T. Bindra)

Blauhelmsoldaten in Mali (Archivfoto)

In Mali ist ein Blauhelmsoldat bei einem Sprengstoff-Anschlag getötet worden. Vier weitere MINUSMA-Soldaten wurden durch die Explosion im Zentrum des Landes verletzt, wie die UN-Stabilisierungsmission mitteilte. Der Angriff ereignete sich demnach zwischen den Orten Douentza und Boni; auf der Strecke waren die Soldaten mit einem Fahrzeugkonvoi unterwegs. Alle Opfer stammten aus Ägypten, verlautete aus Sicherheitskreisen.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres und MINUSMA-Chef Mahamat Saleh Annadif verurteilten den "feigen Angriff" auf die Blauhelmsoldaten. Nach offiziellen Angaben wurde einer der Angreifer getötet, acht weitere wurden festgenommen. Guterres rief die örtlichen Behörden auf, die Täter schnell zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen. 

Instabilität trotz aller Bemühungen

Das westafrikanische Mali ist seit 2012 Aufmarschgebiet für islamistische Gruppierungen, die damals die Kontrolle über den Norden des Landes übernahmen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten zurück.

Doch trotz der Präsenz tausender internationaler Soldaten herrscht in dem Staat weiterhin Instabilität. Blauhelmsoldaten werden immer wieder Ziel von Attacken. Auch die Bundeswehr beteiligt sich an der Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen.

In dieser Woche war die malische Regierung nach Monaten zunehmender Gewalt geschlossen zurückgetreten. Diese geht zum Teil auch auf ethnische Spannungen zurück, etwa zwischen sesshaften Bauern und der Volksgruppe der nomadischen Fulani.

wa/haz (afp, dpa)

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