SPD denkt schon an Ministerien | Aktuell Deutschland | DW | 29.09.2013
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Aktuell Deutschland

SPD denkt schon an Ministerien

Es geht um Inhalte, heißt es allenthalben in Berlin vor Beginn von Sondierungsgesprächen über die mögliche Aufnahme von Koalitionsverhandlungen. Die SPD verteilt nach einem Medienbericht aber auch schon Ministerämter.

Die SPD-Politiker Schwesig, Oppermann und Najles (v..l.n.r.) (Foto: picture-alliance/dpa)

Schwesig, Oppermann, Nahles: Bald an der Spitze von Ministerien?

Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) wollen die Sozialdemokraten für den Fall der Aufnahme von Koalitionsgesprächen mit den Unionsparteien sechs wichtige Ministerien fordern.

Parteichef Sigmar Gabriel käme als Vizekanzler und Arbeitsminister in Frage, heißt es in dem Blatt unter Berufung auf Parteikreise. Sollte Gabriel jedoch ein anderes Ressort übernehmen, könnte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles Arbeitsministerin werden. Als Anwärter auf die Position des Finanzministers werde der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann, gehandelt. Die derzeitige Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, solle nach dem Willen der SPD Bundesfamilienministerin werden, heißt es in der FAS weiter.

SPD hat "Vorrang" vor Grünen

Die SPD hatte am Freitagabend die Weichen für Sondierungsgespräche zu einer Großen Koalition gestellt. Ein kleiner Parteitag billigte überraschend geschlossen ein erstes Treffen mit der Union, das in der kommenden Woche stattfinden könnte. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe zeigte sich über die Entscheidung der SPD erfreut. "Wir begrüßen, dass die SPD nun den Weg freigemacht hat, zügig Gespräche mit uns zu beginnen", sagte er der Nachrichtenagentur Reuters.

Gröhe machte zudem deutlich, dass die Sozialdemokraten für CDU und CSU bei der Suche nach einem Regierungspartner die erste Adresse sind. Der Deutschen Presseagentur sagte Gröhe: "Wir sind offen auch für Gespräche mit den Grünen, aber für uns haben die Gespräche mit der SPD zeitlich Vorrang. Im Lichte dieser Gespräche könnte sich die Frage stellen, ob und wann Gespräche mit den Grünen aufgenommen werden sollten. Es gibt also prinzipielle Offenheit für beide - aber Vorrang hat die SPD."

wl/wa (dpa, rtr, afp, fas)

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