Sondersendung - Freedom of Speech Award 2018 | Alle multimedialen Inhalte der Deutschen Welle | DW | 14.06.2018
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Sondersendung

Sondersendung - Freedom of Speech Award 2018

Die Deutsche Welle verleiht den Freedom of Speech Award 2018 an den iranischen Politologen Sadegh Zibakalam.

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Sadegh Zibakalam, Politikwissenschaftler an der Universität Teheran, ist einer der prominentesten politischen Analysten in Iran. Der streitbare Intellektuelle wurde im April zu einer 18-monatigen Haftstrafe verurteilt, nachdem er sich in einem Interview des Farsi-Programms der Deutschen Welle kritisch zu den jüngsten landesweiten Unruhen in Iran geäußert hatte. Zibakalam protestierte gegen seine Verurteilung und legte Revision ein. Er lebt aktuell auf freiem Fuß. Sadegh Zibakalam ist zu einem prominenten Vertreter der kritischen Zivilgesellschaft geworden. Wiederholt setzte er sich mit Hardlinern des Regimes auseinander und nahm öffentlich Stellung zu sensiblen innen- und außenpolitischen Themen, beispielsweise zum Nuklearprogramm Teherans. Eine kritische Haltung zeichnete Zibakalam schon in den 1970er-Jahren aus. Während seiner Studienzeit in England wurde er bei einem Iran-Besuch 1974 von der Geheimpolizei des Schah-Regimes festgenommen. Der Vorwurf: "Sabotage gegen die Regierung" und "Propaganda". Intendant Peter Limbourg: "Menschen in Ländern mit eingeschränkter Meinungs- und Pressefreiheit Zugang zu verlässlichen Informationen verschaffen - das ist zentrales Anliegen der Deutschen Welle. Zu diesen Ländern zählt Iran, wo man den Menschen Informationen von außen vorenthält. Die Verleihung des Freedom of Speech Award 2018 ist gleichermaßen Ermutigung an die iranische Zivilgesellschaft und Mahnung an die politisch Verantwortlichen in Teheran", so Limbourg.