Simbabwes Ex-Langzeit-Machthaber Robert Mugabe ist tot | Aktuell Afrika | DW | 06.09.2019
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Afrika

Simbabwes Ex-Langzeit-Machthaber Robert Mugabe ist tot

Der langjährige Staatschef Simbabwes, Robert Mugabe, ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Das teilte Staatspräsident Emmerson Mnangagwa auf Twitter mit. Mugabe wurde seit April in einer Klinik in Singapur behandelt.

"Mit größter Traurigkeit gebe ich den Tod des Gründungsvaters Simbabwes und ehemaligen Präsidenten, Kommandant Robert Mugabe, bekannt", schrieb Mugabes Nachfolger Emmerson Mnangagwa auf Twitter. Der Präsident würdigte Mugabe als "Unabhängigkeitsikone" und als "Panafrikaner", der sein Leben der Befreiung seines Volkes gewidmet habe.  

Mugabe hatte Rhodesien 1980 in die Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Großbritannien geführt. Er wurde 1980 Regierungschef, bevor er 1987 das Präsidentenamt übernahm und zunehmend autokratisch herrschte. Seine Gegner machten ihn für jahrzehntelange Misswirtschaft verantwortlich. Mit seiner Landreform, bei der unter anderem tausende weiße Farmer enteignet und vertrieben wurden, stürzte er das Land ins wirtschaftliche Chaos. Seine Herrschaft war zudem von schweren Menschenrechtsverletzungen gegen Oppositionelle geprägt. Im November 2017, nach insgesamt 37 Jahren an der Macht, wurde der Diktator von seiner Armee abgesetzt.

Zuvor hatte es Proteste gegen die wirtschaftliche Misere im Lande gegeben, für die Mugabe westliche Sanktionen verantwortlich machte. Sein Nachfolger Mnangagwa hatte noch am Donnerstag auf einem
Wirtschaftsforum in Kapstadt erklärt, er habe heute mit einer völlig zusammengebrochenen Wirtschaft zu kämpfen, die es wieder aufzubauen gelte.

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Simbabwe vor dem Ruin (27.07.2019)

Mugabe hatte sich im April zur Behandlung einer unbekannten Krankheit in eine Klinik in Singapur begeben. Anfang August hatte Mnangagwa noch mitgeteilt, dass Mugabe sich auf dem Weg der Besserung befinde. 

kle/se (afp, rtr, dpa, kna, BBC)

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