Senegals Präsident Macky Sall ″wiedergewählt″ | Aktuell Afrika | DW | 25.02.2019
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Westafrika

Senegals Präsident Macky Sall "wiedergewählt"

Bei der Präsidentschaftswahl in Senegal ist Staatschef Macky Sall nach Regierungsangaben im Amt bestätigt worden. Der Sieg kam nicht überraschend, denn seine beiden aussichtsreichen Rivalen durften nicht antreten. 

Macky Sall bei der Stimmabgabe

Macky Sall bei der Stimmabgabe

Senegals Staatschef Macky Sall hat nach Angaben des Premierministers bei der ersten Wahlrunde der Präsidentschaftswahl "mindestens 57 Prozent" der Stimmen erhalten. Sollten sich die Angaben von Regierungschef Mahammed Boun Abdallah Dionne aus der Nacht bestätigen, wäre keine Stichwahl nötig. Sall ist seit 2012 Staatschef des Landes, das als Musterbeispiel für Stabilität in Westafrika gilt.

Nachdem die beiden bekanntesten Oppositionskandidaten nicht zur Wahl zugelassen worden waren, hatten Beobachter die Wiederwahl Macky Salls erwartet. Khalifa Sall, ehemaliger Bürgermeister von Dakar, und Karim Wade, Sohn eines früheren Präsidenten, durften wegen des Vorwurfs von Korruptionsvergehen nicht antreten. Im August bezeichnete Amnesty International das Verfahren gegen Khalifa Sall als "unfair" und kritisierte, dass Gerichte nicht unabhängig seien.

Anhängerinnen Macky Salls im Wahlkampf

Anhängerinnen Macky Salls im Wahlkampf

Macky Sall warb mit erfolgreichen Maßnahmen wie der Fertigstellung des Flughafens Blaise Diagne sowie dem Ausbau regenerativer Energien für sich. Der 57-Jährige versprach eine Fortsetzung seiner Politik, die die Modernisierung der Infrastruktur mit einer Stärkung des sozialen Netzes für die ärmere Bevölkerung verbindet. 

Als wichtigster Herausforderer ging der frühere Regierungschef Idrissa Seck (59) ins Rennen. Er versprach den Wählern eine Bekämpfung der Korruption und mehr Wachstum. 

Ein Wahlhelfer mit einem Wahlzettel, der Macky Sall zeigt

Ein Wahlhelfer mit einem Wahlzettel, der Macky Sall zeigt

In der früheren französischen Kolonie waren 6,7 Millionen Wahlberechtigte zu den Urnen gerufen. Insgesamt waren fünf Kandidaten zur Wahl angetreten. 

Die Behörden hatten für die Wahl den Einsatz 8000 uniformierter Polizisten sowie zahlreicher Zivilbeamter in den urbanen Zentren angekündigt. Nach Angaben des Innenministeriums waren zudem rund 5000 Wahlbeobachter im Einsatz, darunter knapp 900 von internationalen Beobachtermissionen.

stu/wa (afp, rtr)
 

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