Selbstmordanschlag vor Hochzeitssaal in Kabul | Aktuell Asien | DW | 16.11.2017
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Afghanistan

Selbstmordanschlag vor Hochzeitssaal in Kabul

Wieder erschüttert eine Explosion die afghanische Hauptstadt - mindestens 14 Menschen kamen ums Leben. Der Täter wollte wohl noch viele weitere Menschen töten, eine Kontrolle verhinderte das.

Der Selbstmordattentäter hatte versucht, in einen großen Hochzeitssaal in Kabul einzudringen. Er sei aber von Sicherheitsbeamten gestoppt worden, dann habe er sich in die Luft gesprengt, heißt es in Agenturberichten. Bislang ist von 14 Toten die Rede. Zahlreiche Menschen wurden verletzt.

Anhänger von Provinzgouverneur waren das Ziel

In dem Gebäude hatte zum Zeitpunkt der Explosion keine Hochzeitsfeier stattgefunden, sondern eine Versammlung von Anhängern des mächtigen Gouverneurs der nordafghanischen Provinz Balch, Atta Mohammed Nur. Es waren rund 700 Unterstützer des Gouverneurs versammelt.

Ein Augenzeuge sagte, der Attentäter habe sich in die Luft gesprengt, als die Teilnehmer gerade dabei waren den Saal nach dem Mittagessen zu verlassen. "Ich habe viele Leichen gesehen, darunter Polizisten und Zivilisten, die in ihrem Blut gelegen haben." Es habe "Chaos und Panik" geherrscht.

Die Terrormiliz "Islamischer Staat" IS erklärte, die neue Gewalttat sei in ihrem Auftrag verübt worden. In Afghanistan hat es in diesem Jahr bereits zahlreiche Anschläge gegeben. Mehrere hundert Menschen starben. 

haz/wa (ap, dpa, afp)