Schwimm-WM: DSV unterstützt Mack Horton | Sport-News | DW | 22.07.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Schwimmen

Schwimm-WM: DSV unterstützt Mack Horton

Nach dessen Protestaktion gegen den chinesischen Weltmeister Sun Yang bei der Schwimm-WM in Gwangju erhält der Australier Mack Horton Unterstützung vom Athletensprecher des Deutschen Schwimmverbands, Jacob Heidtmann.

Südkorea Gwangju | FINA World Championships - Mack Horton, Sun Yang und Gabriele Detti (picture-alliance/dpa/MAXPPP/Mijiafeng-China-Shandong-Zibo)

Silbermedaillengewinner Mack Horton (l.) mit versteinerter Miene neben Weltmeister Sun Yang (2.v.l.)

"Dass der hier schwimmt, ist eine Frechheit für alle sauberen Athleten, für jeden, der für den sauberen Sport einsteht. Das ist ein Schlag ins Gesicht", sagte Jacob Heidtmann, Athletensprecher des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV) bei der WM in Gwangju in Südkorea. "Ich bin froh, dass endlich mal jemand ein Zeichen gesetzt hat." Der Australier Mack Horton hatte am Sonntag bei der Siegerehrung nach dem 400-Meter-Freistilrennen als Zweitplatzierter hinter dem Chinesen Sun Yang den Gang aufs Podest, den Handschlag mit dem Sieger und das obligatorische Foto aller Medaillengewinner verweigert - "aus Frust" darüber, so der 23-Jährige, dass Sun überhaupt bei der WM starten durfte. DSV-Athletensprecher Heidtmann sagte, er hoffe, dass der Schwimm-Weltverband FINA jetzt einsehe, dass Sun "eigentlich nie wieder auf so einer Bühne stehen darf".

CAS-Prozess im September

Die FINA hatte den dreimaligen Olympiasieger Sun 2014 nach einem positiven Dopingtest lediglich für drei Monate gesperrt. Doch dem Chinesen droht eine neue Strafe. Hintergrund ist eine mit einem Hammer zerstörte Dopingprobe des Chinesen. Der Fall wird im September vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS verhandelt. Die FINA hatte Sun nach einer Anhörung im Januar freigesprochen. Dagegen hatte die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA vor dem CAS Einspruch eingelegt. Suns Freispruch sei "unglaublich und inakzeptabel".

Applaus im Speisesaal

Sun kritisierte die Aktion seines Konkurrenten Horton: "Bei der Siegerehrung sollte man mein Land respektieren", sagte der 27 Jahre alte Chinese. Rückendeckung erhielt Horton nicht nur von DSV-Athletensprecher Heidtmann. US-Olympiasiegerin Lilly King verriet, dass Horton bei seiner Rückkehr ins WM-Athletendorf mit Ovationen begrüßt worden sei: "Der ganze Speisesaal hat vor Applaus gebebt. Es war großartig zu sehen, dass die Sportler in seiner Haltung vereint sind und ihn unterstützen."

sn/asz (dpa, sid)

Die Redaktion empfiehlt