Schweres Erdbeben erschüttert Kreta | Aktuell Europa | DW | 27.09.2021
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages
Anzeige

Griechenland

Schweres Erdbeben erschüttert Kreta

Das Beben auf der griechischen Insel Kreta hatte nach unterschiedlichen Angaben eine Stärke zwischen 5,8 und 6,5. Sein Epizentrum lag nahe der Hafenstadt Heraklion. Es gibt mindestens ein Todesopfer.

Bagger und Feuerwehrleute an einem zerstörten Gebäude

Helfer suchen in Trümmern in der Ortschaft Arkalochori nach Verschütteten

Viele Menschen auf Kreta flüchteten in Panik ins Freie. Griechische TV-Sender melden mindestens ein Todesopfer. Der Mann starb beim Einsturz einer Kirche, als er frühere Erdbeben-Schäden sanierte. Besonders stark betroffen sind die Ortschaften Arkalochori, Patsideros und Viannos in unmittelbarer Nähe des Epizentrums des Bebens rund 20 Kilometer südlich der Inselhauptstadt Heraklion (Iraklio). In den Dörfern sollen Hunderte alte Steinhäuser eingestürzt sein.

Griechenland | Trümmer eines Gebäudes

Dem Erdboden gleichgemacht: Hier stand eine orthodoxe Kirche

Wie viele Menschen verletzt wurden, ist noch unklar. Bislang werden elf Menschen in Krankenhäusern behandelt. Der Bürgermeister der Hafenstadt Heraklion, Vassilis Lambrinos, sagte dem Fernsehsender Skai, alle Schulgebäude seien vorsichtshalber evakuiert worden.

Schulkinder mit ihren Lehrern vor dem Gebäude in Heraklion

Schulkinder mit ihren Lehrern in Heraklion

Mehrere Menschen werden noch unter Trümmern eingestürzter Häuser vermutet. Das Erdbeben auf der bei Touristen beliebten Insel ereignete sich in zwei Kilometer Tiefe und hatte laut dem europäischen seismologischen Zentrum EMSC (European-Mediterranean Seismological Centre) eine vorläufige Stärke von 6,5 auf der Richterskala. Das Athener Institut für Geodynamik gab die Stärke mit 5,8 an. 

Griechische TV-Sender zeigten Bilder von zerstörten Gebäuden. Auch in sozialen Medien wie Twitter kursierten entsprechende Fotos.

Das Beben war auf ganz Kreta und auf anderen griechischen Inseln wie etwa dem nördlich gelegenen Santorin zu spüren. Mehrere Nachbeben erschütterten die Region. Laut EMSC hatte das heftigste Nachbeben eine vorläufige Stärke von 4,6. Experten hatten in dem Gebiet bereits in den
vergangenen vier Monaten erhöhte seismische Aktivitäten beobachtet. 

Auch an der türkischen Südwestküste flüchteten Anwohner aus ihren Gebäuden auf die Straße. Vor allem die Küstenregion Datca wurde durchgerüttelt.

se/sti (ap, dpa, afp, rtr)