Schweres Erdbeben erschüttert den Iran | Aktuell Asien | DW | 26.08.2018
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Naturkatastrophe

Schweres Erdbeben erschüttert den Iran

Das Beben im Westen des Landes hatte eine Stärke von 6,0. Mindestens zwei Menschen starben, mehr als 200 wurden verletzt. Die Region wird immer wieder von verheerenden Erdbeben erschüttert.

Iran Erdbeben der Stärke 6,0 | ARCHIV (Getty Images/AFP/A. Kenare)

Sarpol-e Zahav in der Provinz Kermanschah, Archivbild von November 2017

Die US-Erdbebenwarte USGS gab für die betroffene Region in der westiranischen Provinz Kermanschah nahe der Grenze zum Irak die Warnstufe gelb heraus. Das bedeutet, dass mit einigen Opfern zu rechnen ist.

Laut USGS lag das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 6,0 in geringer Tiefe rund 26 Kilometer südwestlich der Stadt Dschawanrud. Nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders IRIB kamen mindestens zwei Menschen ums Leben, 241 wurden verletzt.

In den sozialen Netzwerken kursieren Videos davon, wie Verletzte in Krankenhäuser gebracht werden. Auf den Bildern sind aber nur leichte Sachschäden zu erkennen. Rettungsteams wurden in die Gegend entsandt. Es seien mehr als 30 Nachbeben in der Gegend registriert worden. 

Grenzübergreifende Erdstöße

Das Erdbeben war so stark, dass es sogar in der irakischen Hauptstadt Bagdad zu spüren war. Laut irakischem Staatsfernsehen gab es dort aber weder Tote noch Verletzte.

Iran Erdbeben der Stärke 6,0 | ARCHIV (AFP/Getty Images)

Das Beben vom November 2017 legte zahlreiche Städte in der Provinz Kermanschah in Schutt und Asche

In der Region kommt es immer wieder zu starken Erdstößen. Unter dem Iran stoßen zwei große tektonische Platten aufeinander.

Bei einem Erdbeben der Stärke 7,3 im November vorigen Jahres waren in der Provinz Kermanschah in der bergigen Grenzregion zum Irak mindestens 530 Menschen getötet und mehrere Tausend verletzt worden. Es war das verheerendste Erdbeben im Iran seit mehr als zehn Jahren.

mak/stu (afp, rtre)