Schwerer Sturz überschattet Sieg der DSV-Adler | Sport-News | DW | 19.01.2019
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Skispringen

Schwerer Sturz überschattet Sieg der DSV-Adler

Der junge deutsche Skispringer David Siegel verletzt sich bei einem Sturz im Teamwettbewerb in Zakopane offenbar schwer. Der Trainer des siegreichen DSV-Teams macht die Jury für den Sturz mitverantwortlich.

Skispringen Ski nordisch FIS Zakopane David Siegel gestürzt (Imago/GEPA)

Helfer kümmern sich um den schwer gestürzten David Siegel

Die deutschen Skispringer haben in Zakopane in Polen den zweiten Teamwettbewerb im WM-Winter gewonnen, den Weltcup-Erfolg aber teuer bezahlt. Debütant David Siegel zog sich bei einem schlimmen Sturz möglicherweise eine schwere Verletzung zu. Für Siegel, Karl Geiger, Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe reichte es dennoch zum Sieg mit 0,1 Punkten Vorsprung auf Österreich. Dritter wurde Polen.

Schuster: Jury hätte reagieren müssen

Als der denkbar knappe Sieg mit umgerechnet 5,5 Zentimetern feststand, klatschten sich die drei noch im Stadion verbliebenen deutschen Skispringer kurz ab und verschwanden dann ohne Jubel aus dem Auslauf. Markus Eisenbichler, Zweiter der diesjährigen Vierschanzen-Tournee, war geschockt. "Mir geht's gar nicht gut", sagte der 27-Jährige sichtlich mitgenommen in der ARD.

Bundestrainer Werner Schuster zeigte sich ebenfalls erschrocken - und sauer: "Ich denke es ist ein Fehler des Athleten, aber es war auch ein Fehler der Jury." Diese, so Schuster, hätte nach dem Schanzenrekord-Sprung Eisenbichlers auf 143 Meter den Anlauf verkürzen müssen. Der Pole Dawid Kubacki hatte den Rekord später sogar noch um einen weiteren halben Meter verbessert. 

WM-Saison für Siegel beendet?

Siegel sprang auf 142,5 Meter, stand die Landung aber nicht. Sofort nach dem Aufsetzen auf den Schnee fiel er und blieb anschließend im Auslauf liegen. Der 22-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht. Eine genauere Diagnose gab es zunächst nicht. "Ich will nicht zu weit vorgreifen, aber ich glaube, wir haben diesen Athleten für die Saison verloren", sagte Schuster. Der Bundestrainer ging von einer schweren Knieverletzung aus.

sn/sw (sid, dpa)

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