Schwerer Schlag gegen Horn-Händler | Aktuell Afrika | DW | 14.04.2019
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Südafrika

Schwerer Schlag gegen Horn-Händler

Der Handel mit dem Horn von Nashörnern ist fast überall auf der Welt illegal, doch das Material ist vor allem in Asien begehrt. In Südafrika wurde nun ein Transport mit der wertvollen Fracht gestoppt.

Breitmaulnashorn (picture-alliance/Mary Evans Picture Library/Ardea/J.M. Labat)

Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum)

Die südafrikanische Polizei hat 167 Hörner von Nashörnern beschlagnahmt - ein ungewöhnlich großer Fund. In der Provinz Nordwest wurden zwei Verdächtige festgenommen, die die Hörner transportierten, wie die Behörden mitteilten.

Die wertvolle Fracht sollte nach Erkenntnissen der Polizei nach Südostasien verschifft und verkauft werden. Dort werden für ein Kilogramm Horn bis zu 30.000 US-Dollar gezahlt. Ein ganzes Horn wiegt typischerweise drei bis sieben Kilogramm.

Afrika Wilderei l Arbeiter der Ermittlungsstelle für Umweltkriminalität im Kruger National Park Skukuza (picture alliance/dpa/S. Fayad)

Wegen seines Horns getötet: Rhinozeros im Kruger-Nationalpark

Florierende Wilderei

Ungeachtet eines Verbots töten Wilderer in Südafrika jährlich Hunderte von Nashörnern, um deren Horn zu Geld zu machen. In China und Vietnam werden dem Horn aphrodisierende oder heilende Kräfte zugeschrieben. Dabei bestehen sie aus Keratin, dem gleichen Material wie menschliche Fingernägel. Zum Teil werden aus dem Horn auch luxuriöse Ornamente gemacht.

In Afrika gibt es schätzungsweise noch etwa 25.000 Nashörner, rund 20.000 davon in Südafrika. Zumeist handelt es sich um Breitmaulnashörner. Von den vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörnern gibt es nur noch etwa 5000 Tiere.

wa/cgn (dpa)

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