Schwerer Anschlag auf Trauerfeier im Osten Afghanistans | Aktuell Asien | DW | 31.12.2017
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Terror am Hindukusch

Schwerer Anschlag auf Trauerfeier im Osten Afghanistans

Auch zum Jahreswechsel wird aus Afghanistan ein verheerender Terrorakt gemeldet: Beim Begräbnis eines früheren Gouverneurs in Dschalalabad ging eine Bombe hoch. Mindestens 17 Menschen wurden getötet.

Afghanistan Anschlag in Dschalalabad (Getty Images/AFP/N. Shirzada)

Szenerie des Grauens nach dem Terroranschlag in Dschalabad

Der tödliche Sprengsatz sei auf einem am Rande des Trauerzugs geparkten Motorrad montiert gewesen, berichtete der Sprecher des Provinzgouverneurs der östlichen Provinz Nangarhar, Attaullah Khugyani. Sämtliche 17 Todesopfer in Dschalalabad seien Zivilisten, die Zahl der Opfer könne noch steigen, viele der Verletzten befänden sich in einem kritischen Zustand. Zunächst hatte auch die Provinzverwaltung von einem Selbstmordattentäter mit einer Sprengstoffweste berichtet.  

Der Anschlag galt den Gläubigen, die zum Begräbnis Wali Guls gekommen waren, eines ehemaligen Gouverneurs der Distriktverwaltung. Die afghanische Provinz Nangarhar grenzt an Pakistan und gilt als Hochburg des sich ausbreitenden so genannten "Islamischen Staats" (IS). Zunächst hat aber niemand den Terrorangriff für sich reklamiert.  

IS und radikalislamische Taliban kämpfen gegen die vom Westen gestützte Führung in Kabul. Die Extremisten im Osten des Landes werden von amerikanischen und Regierungstruppen regelmäßig bombardiert. 

Erst am Donnerstag waren bei einem Anschlag auf eine Nachrichtenagentur und ein schiitisches Kulturzentrum in der Hauptstadt mindestens 41 Menschen getötet und mehr als 80 verletzt worden. Die IS-Dschihadisten hatten sich zu dem Blutbad bekannt. Es war einer der schwersten Anschläge in Kabul seit Monaten. 

SC/jj (APE, dpae, afpe, rtre)

 

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