Schwarzer Christus soll den Filipinos helfen | Aktuell Asien | DW | 09.01.2018
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Massenprozession auf den Philippinen

Schwarzer Christus soll den Filipinos helfen

Zumeist barfuß sind hunderttausende Gläubige unterwegs, um einen Blick auf die schwarze Jesus-Statue zu erhaschen. Es ist der Tag der größten religiösen Prozession auf den Philippinen.

In der Hauptstadt Manila wird der Schwarze Nazarener durch die Straßen getragen. In dichtestem Gedränge versuchen zahllose Kinder, Frauen und Männer einen Blick auf die lebensgroße Holzstatue zu erhaschen, sie gar zu küssen oder wenigstens mit einem Taschentuchzipfel zu berühren. Die Filipinos glauben, dass von der Figur magische Kräfte ausgehen und beispielweise Kranke so geheilt werden könnten.

Philippinen Prozession des Schwarzen Jesus (Reuters/E. De Castro)

Gläubige klammern sich an das Kreuz mit der Jesus-Figur

Zum Auftakt der Prozession - die jedes Jahr am 9. Januar stattfindet - hatten sich nach Angaben der Polizei etwa 500.000 Christen um einen Park versammelt. Wegen der Menschenmassen dauert der sechs Kilometer lange Marsch meistens um die 20 Stunden.

Scharfe Sicherheitsvorkehrungen

Aus Sorge vor Anschlägen islamistischer Terroristen sind in diesem Jahr mehr als 6000 Polizisten und Soldaten in der Hauptstadt im Einsatz. Die USA, Großbritannien und Australien hatten ihre Bürger aufgefordert, der Kundgebung sicherheitshalber fernzubleiben.

Philippinen Prozession des Schwarzen Jesus (Reuters/E. De Castro)

In dichtestem Gedränge über die Jones-Brücke in Manila

Die Philippinen sind das einzige mehrheitlich katholische Land Asiens. Mehr als 80 Prozent der gut 103 Millionen Einwohner sind Katholiken. Spanische Missionare brachten die Statue mit dem Kreuz im 17. Jahrhundert aus Mexiko mit. Ihre schwarze Farbe bekam sie, weil bei der Überfahrt wahrscheinlich ein Brand auf dem Schiff ausgebrochen war.

se/as (rtr, afp, ap)