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Schwacher Export im Januar

9. März 2015

Die deutschen Exporteure haben wegen der sinkenden Nachfrage aus den Euro-Ländern einen schwachen Jahresauftakt erwischt. Sie setzten im Januar 2,1 Prozent weniger um als im Vormonat.

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BdT 22.01.2015 Nord-Ostsee-Kanal
Bild: picture-alliance/dpa/C. Rehder

Wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte, war dies der kräftigste Rückgang seit August 2014. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich mit einem Minus von 1,5 Prozent gerechnet, nachdem es im Dezember noch ein kräftiges Wachstum von 2,8 Prozent gegeben hatte.

Die Unternehmen verkauften Waren im Wert von 89,9 Milliarden Euro ins Ausland - das waren 0,6 Prozent weniger als im Januar 2014. Das schwache Abschneiden ist vor allem auf das nachlassende Geschäft mit der Euro-Zone zurückzuführen, dem wichtigsten Absatzmarkt für Waren "Made in Germany". Die Ausfuhren dorthin lagen um 2,8 Prozent niedriger als im Januar 2014.

Die Exporte in die nicht zur Euro-Zone gehörenden EU-Länder, zu denen etwa Polen und Großbritannien gehören, zogen hingegen um 3,0 Prozent an. Der Umsatz mit Ländern außerhalb der Europäischen Union - dazu zählen auch die beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China - gab um 0,5 Prozent nach.

Aussichten trotzdem gut

Die meisten Analysten halten den schlechten Januar-Wert allerdings für einen Ausrutscher und verbuchen es unter "kurzfristige Schwankungen, die immer mal wieder möglich sind". Die Fundamentaldaten dagegen sprächen für ein weiteres Exportwachstum in diesem Jahr. Der Branchenverband BGA geht davon aus, dass die Ausfuhren in diesem Jahr um vier Prozent auf 1172 Milliarden Euro zulegen. Das wäre eine neue Bestmarke. Impulse werden vor allem vom schwachen Euro erwartet, der deutsche Waren in anderen Währungsgebieten preislich attraktiver macht.

Die Importe schrumpften im Januar um 0,3 Prozent zum Vormonat. Hier hatten Ökonomen ein Plus von 0,5 Prozent vorausgesagt. Der Außenhandelsüberschuss - die Differenz zwischen Aus- und Einfuhren - lag bei 19,7 Milliarden Euro. Er ist damit gut eine Milliarde Euro kleiner als erwartet.

wen/zdh (rtrd, dpa, destatis)