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PolitikAfrika

Scholz stellt Milliardeninvestitionen für Afrika in Aussicht

20. November 2023

Für grüne Wasserstoff-Projekte in Afrika will Bundeskanzler Olaf Scholz vier Milliarden Euro auf dem Kontinent investieren. Das sagte er auf einer Konferenz im Rahmen der G20-Initiative "Compact with Afrika" in Berlin.

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Die drei Staatsmänner bei der Pressekonferenz
Kanzler Scholz mit dem Präsidenten der AU, Azali Assoumani (re.), und dem Vorsitzenden der AU-Kommission, Moussa Faki MahamatBild: Markus Schreiber/Pool AP/dpa/picture alliance

"Die Bundesregierung wird bis 2030 mit vier Milliarden Euro die gemeinsame EU-Afrika-Initiative für Grüne Energie unterstützen", sagte Bundeskanzler Olaf Scholz vor Journalisten während der Konferenz der G20-Initiative "Compact with Africa". Er kündigte zudem weitere Unterstützung durch die "europäischen Partner" an.

Scholz: Wasserstoff ist Basis für Klimaneutralität

Scholz machte deutlich, dass Deutschland Wasserstoff aus Afrika importieren müsse, wenn es die Klimaneutralität erreichen wolle. Doch gehe es nicht nur um den Export, fügte er hinzu. "Vor allem sollten auch alle Afrikaner und Afrikanerinnen Zugang zu nachhaltiger Energie erhalten". "Unsere klare Botschaft an die Compact with Africa-Staaten: Produziert grünen Wasserstoff - und Ihr werdet mit uns verlässliche Abnehmer haben", fügte er hinzu.

Emmanuel Macron und Olaf Scholz schütteln Hände
Kanzler Olaf Scholz begrüßte auch den französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf dem Afrika-GipfelBild: Kay Nietfeld/AP/dpa/picture alliance

Der Präsident der Afrikanischen Union (AU), Azali Assoumani, sowie der Vorsitzende der AU-Kommission, Moussa Faki Mahamat, betonten das "außerordentliche Potenzial" für Investitionen in Afrika und den "riesigen Markt" im Rahmen der Afrikanischen Freihandelszone.

Afrika bleibe offen "für alle Arten von Partnerschaften", sagte der AU-Kommissionspräsident. Mit Blick auf Chinas Vorreiterrolle kritisierte er jedoch gleichzeitig die langjährige zögerliche Haltung der europäischen Staaten, wenn es um Investitionen in den Nachbarkontinent ging. "Vielleicht waren die Chinesen etwas wagemutiger (...), vielleicht haben sie auch einfach dem Potenzial Afrikas vertraut".

Steinmeier will Zeichen gegen Spaltung der Welt setzen

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich für eine engere Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und der AU ausgesprochen. Beide Seiten hätten auf der Weltbühne mehr Gewicht, wenn sie gemeinsame Positionen definierten und durchsetzten, betonte Steinmeier.

Die beiden Präsidenten bei der Begrüßung
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier begrüßt den Präsidenten der AU, Assoumani Azali, in BerlinBild: Bernd von Jutrczenka/dpa/picture alliance

"Lassen Sie uns ein Zeichen setzen gegen die Spaltung der Welt, gegen die Bi-Polarisierung", sagte Steinmeier an die Adresse der Staats- und Regierungschefs afrikanischer Länder. 

Das Berliner Treffen war bereits die fünfte Konferenz im Rahmen der G20-Initiative "Compact with Afrika". Ziel war es nach Regierungsangaben, "gemeinsam mit reformorientierten afrikanischen Staaten Investitionen in diese Länder zu stärken". Zu ihnen zählen inzwischen 13 Staaten.

nob/fab (afp, kna, rtr)

Deutsch-afrikanischer Wirtschaftsgipfel in Berlin