Schmutzige Reifen | Nahaufnahme - Die aktuelle Reportage | DW | 16.09.2019
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Nahaufnahme

Schmutzige Reifen

Der Markt für Autoreifen boomt weltweit, ein Milliardengeschäft mit hohen ökologischen Risiken. Allein in Deutschland werden jährlich mehr als 50 Millionen Reifen verkauft. Doch wo kommt der Rohgummi eigentlich her?

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Der größte Produzent von Naturkautschuk ist Thailand. Auf den Plantagen des Landes werden über vier Millionen Tonnen im Jahr geerntet. Und die Nachfrage wächst und wächst. Doch die Arbeitsbedingungen in Südostasien sind hart. Bis zu zwölf Stunden am Tag schuften die Arbeiter, bei äußerst niedrigen Löhnen. Außerdem werden oft giftige Herbizide gegen Unkraut versprüht, die in Europa verboten sind. Nach der Kautschuk-Ernte landet das "weiße Gold" bei Zwischenhändlern, die den Gummi dann weiter verkaufen. Deutsche Reifenkonzerne wie z. B. Continental betonen, sie würden "natürliche Rohstoffe gewissenhaft" verwenden. Doch viele Autofahrer machen sich kaum Gedanken darüber, woher der Gummi stammt, der in ihren Reifen steckt - und warum wir Reifen nicht effektiver recyceln. Die ungerechten,harten Arbeitsbedingungen in den Herstellungsländern und die ökologisch wenig nachhaltige Herstellung sind die Folgen des weltweiten Booms.