Schmuck von Marie-Antoinette erzielt Rekordpreis | Aktuell Kultur | DW | 15.11.2018
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Luxus-Versteigerung

Schmuck von Marie-Antoinette erzielt Rekordpreis

Der mit Diamanten verzierte Perlen-Anhänger der einstigen französischen Königin Marie-Antoinette übertraf die Vorhersagen von Experten um ein Vielfaches. Auch einige weitere Stücke ließen den Auktionator frohlocken.

Ein dreireihiges Perlencollier mit diamantenbesetzter Schnalle wechselte für 1,67 Millionen Euro den Besitzer, eine ebenfalls mit Diamanten verzierte Brosche brachte 1,54 Millionen Euro ein. Beide hatten im 18. Jahrhundert der damaligen französischen Königin Marie-Antoinette (1755-1793) gehört.

Der absolute Höhepunkt bei der Versteigerung des Auktionshauses Sotheby's in einem Genfer Luxushotel war allerdings der Anhänger mit tropfenförmiger Perle und ovalem Diamanten. Im Vorfeld hatten Experten das historische Schmuckstück auf maximal knapp 1,8 Millionen Euro geschätzt. Dieser Wert wurde am Ende eines 14-minütigen Bieterwettstreits um ein Vielfaches übertroffen: Ein Mann erhielt den Zuschlag bei 28,1 Millionen Euro.

Laut dem Auktionshaus Sotheby's handelt es sich um einen Rekordpreis für eine Perle.

Insgesamt waren neun Lose mit Schmuckstücken im Angebot, die zwischenzeitlich im Besitz der 1793 hingerichteten Königin Marie-Antoinette waren. Die Juwelen brachten zusammen 32,6 Millionen Euro ein.

Die französische Königin und ihr Mann Ludwig XVI. waren während der Französischen Revolution mit dem Fallbeil hingerichtet worden. Die Schmuckstücke wurden kurz vor der Verhaftung des Herrscher-Paares ins Ausland geschmuggelt und waren 200 Jahre lang im Besitz der Adelsfamilie Bourbon-Parma. Bei der Versteigerung kamen 100 Schmuckstücke der Familie aus verschiedenen Jahrhunderten zum Aufruf, die am Ende 47 Millionen Euro einbrachten.

mak/ww (afp, rtr, dpa)