Schluss mit der Wegwerfgesellschaft: Kunst aus Plastik | Kunst | DW | 01.06.2018
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Ökologie

Schluss mit der Wegwerfgesellschaft: Kunst aus Plastik

Plastik ist überall. An unseren Stränden, im Ozean, im ewigen Eis und sogar in den Mägen von Vögeln. Künstler entwickeln kreative Ideen, um Plastik zu recyceln und um auf unser Müllproblem aufmerksam zu machen.

Plastikspielzeug, Wasserflaschen, Zahnbürsten - sie alle müssen irgendwohin, wenn sie nicht mehr verwendet werden können. Oft genug findet man sie an Stränden oder im Meer wieder.

Ein strengerer Umweltschutz steht mittlerweile auch auf der Agenda der Europäischen Kommission, die auf die Reduktion von Plastikprodukten setzt. 2014 beschloss die EU, dass im Jahr 2017 nur noch die Hälfte der Plastiktüten und bis 2019 nur noch 20 Prozent hergestellt werden. Ab 2030 sollen alle Kunststoffverpackungen auf dem EU-Markt recyclingfähig sein. 

Diese Woche hat sich die EU-Kommission außerdem dafür ausgesprochen, noch drastischer gegen Plastikmüll vorzugehen. Kaffeestäbchen zum Umrühren, Strohhalme oder Plastikbesteck sollen verboten werden. Diese typischen Einmalartikel, die oft nur für fünf Minuten in Verwendung sind, brauchen 500 Jahre, um zu verrotten. Sie sollen künftig durch recyclebares Material ersetzt werden.

Kreativer Umgang

Aber was passiert mit dem Plastik, das jetzt schon überall herumliegt? Künstler und Designer weltweit haben in den letzten Jahrzehnten kreative Umgangsformen entwickelt. Umweltbewusstsein bewies sogar schon der katalanische Surrealist Joan Miró (1893-1983), der in seinen letzten Lebensjahren auf Mallorca lebte und für einige seiner Skulpturen herumliegendes Strandgut aufsammelte und verwendete.

Fünfzig Jahre später nennt sich der 1967 in Ghana geborene Künstler Ed Franklin Gauva die "Stimme des Abfalls". Er verwandelt Müll in Masken. 

In unserer Bildergalerie stellen wir einige innovative Methoden des künstlerischen Recyclings vor.

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