Schlag gegen rechtsextremes Netzwerk | Aktuell Europa | DW | 12.12.2020
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages
Anzeige

Spektakulärer Ermittlungserfolg

Schlag gegen rechtsextremes Netzwerk

In Österreich hat die Polizei ein Waffenlager in der Neonazi-Szene ausgehoben. Es gab mehrere Festnahmen. Sollte eine rechte Miliz in Deutschland aufgebaut werden?

Schlag gegen Rechtsextreme | Festnahmen in Österreich und Bayern

Rund 80 automatische und halbautomatische Schusswaffen sowie Munition im sechsstelligen Bereich wurden sichergestellt

Wie Österreichs Innenminister Karl Nehammer vor Journalisten in Wien mitteilte, gab es gemeinsame Ermittlungen mit den Landeskriminalämtern in Bayern und in Nordrhein-Westfalen. In Österreich wurden bei Razzien fünf Personen festgenommen, in Bayern zwei. Bei den Durchsuchungen in Österreich wurden unter anderem 76 halb- und vollautomatische Waffen, umfangreiche Munitionsbestände sowie Handgranaten und Sprengstoff sichergestellt.

Österreich | Karl Nehammer berichtet über Waffenfund

Österreichs Innenminister Karl Nehammer: Eine Drogenlieferung aus Deutschland brachte die Ermittler auf die Spur

Eine Drogenlieferung aus Deutschland im Oktober hatte die Polizei zu dem Netzwerk geführt. Mit den Erlösen wurden laut Michael Mimra, dem stellvertretenden Leiter des Wiener Landeskriminalamts, die gefundenen Waffen angekauft, die für Deutschland bestimmt waren. Hauptverdächtiger ist ein 53-jähriger vorbestrafter Österreicher, der mit mehreren Mittätern den Handel aufgezogen haben soll.

Wo werden die Waffen eingesetzt?

Eine Person, die sich im Fokus der Ermittlungen befinde, habe Angaben zur Verwendung der Waffen gemacht, sagte Nehammer. "Und daraus kommen dann die Schlüsse betreffend des Milizaufbaus in Deutschland." Weitere Angaben könne er wegen der laufenden Ermittlungen nicht machen.

uh/haz (dpa, rtr)

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema