Schlag gegen Extremisten in Kairo - 17 Tote | Aktuell Welt | DW | 08.08.2019
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Ägypten

Schlag gegen Extremisten in Kairo - 17 Tote

Anfang dieser Woche erschütterte ein Terroranschlag die ägyptische Hauptstadt. Nun holten die Sicherheitskräfte zu einem massiven Gegenschlag aus.

Die 17 Extremisten sollen bei Zusammenstößen in Kairo und in der Provinz Al-Fajum ums Leben gekommen sein. Laut Innenministerium wurden acht der Männer getötet, als Sicherheitskräfte ihr Versteck in der Stadt Atsa in der Provinz Al-Fajum stürmten. Weitere sieben sollen im Vorort Shortouk in Kairo getötet worden sein. Die restlichen beiden sind laut Innenministerium ebenfalls in Kairo ums Leben gekommen.

Die Männer hätten zur Terrorgruppe Hasm gehört, die die Regierung für den Anschlag in der Nacht zum Montag verantwortlich macht. Ein Geisterfahrer hatte in Kairo einen Autounfall verursacht. In seinem Fahrzeug transportierte er nach Regierungsangaben Sprengstoff. Bei den Explosionen starben mindestens 20 Menschen, 47 wurden verletzt. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi sprach von einem "feigen Terrorakt". Es war der schwerste Anschlag in Kairo seit zwei Jahren.

Extremisten gehörten zur Terrorgruppe Hasm

Die Regierung betrachtet die Hasm-Gruppe als bewaffneten Ableger der islamistischen Muslimbruderschaft, die in Ägypten verboten ist und als Terrororganisation eingestuft wird. Die Ermittler konnten nach Angaben des Innenministeriums den Geisterfahrer mittlerweile durch eine DNA-Analyse identifizieren. Dabei handle es sich um einen Mann, der zur Hasm-Gruppe gehört habe und in Verbindung mit einem Terrorverfahren gesucht worden sei.

In Ägypten kommt es vor allem im Norden der Sinai-Halbinsel immer wieder zu Terroranschlägen und Razzien gegen islamistische Extremisten. Mitte Mai war nahe der Pyramiden von Giseh ein Sprengsatz explodiert, als ein Bus mit Touristen vorbeifuhr. Dabei wurden mehrere Urlauber aus Südafrika durch Glassplitter verletzt.

mir/haz (dpa/afp) 

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