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Schalke trennt sich von Trainer Kramer

19. Oktober 2022

Nach fünf Pflichtspielniederlagen in Folge reagiert der FC Schalke 04 und stellt Trainer Frank Kramer frei. Die Königsblauen präsentierten sich bei der 1:5-Klatsche in Hoffenheim im DFB-Pokal desolat.

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Cheftrainer Frank Kramer vom FC Schalke 04 verfolgt mit ernster Miene das DFB-Pokalspiel seines Teams bei der TSG Hoffenheim. Die Schalker verloren sang- und klanglos mit 1:5.
Hatte beim FC Schalke noch einen Vertrag bis 2024: Trainer Frank KramerBild: Sascha Meiser/Jan Huebner/IMAGO

Zuletzt 0:4 und 0:3 in der Bundesliga, jetzt ein desolates 1:5 im DFB-Pokal bei der TSG Hoffenheim: Der FC Schalke 04 trudelt durch die Saison und macht nun das, was in solchen Situationen immer gemacht wird. Trainer Frank Kramer muss gehen. Der 50-Jährige, der den Posten erst im Sommer von Mike Büskens übernommen hatte, wird freigestellt.

"Frank Kramer ist ein armer Hund. Wer möchte mit ihm tauschen im Augenblick?“, sagte Schalke-Sportdirektor Rouven Schröder nach dem Auftritt in Hoffenheim. Es war die schlechteste Saisonleistung der Königsblauen. "Schlechter geht’s ja auch nicht", kommentierte ein sichtlich angeschlagener Kramer das Pokal-Aus. "Es macht mich fast sprachlos, wie wir dieses Spiel bestritten haben. Mit welcher Wehrlosigkeit wir da heute zu Werke gegangen sind, das ist mir ein Rätsel."

Schalke Vorletzter in der Bundesliga

Ob er sich von der Mannschaft im Stich gelassen fühle, wurde Kramer gefragt. Seine Antwort: "Das ist dann immer die Frage. Ich bin Teil der Mannschaft. Ich unterstelle jetzt einfach mal, dass die Spieler, aus welchem Grund auch immer, überrollt worden sind. Das Allerwichtigste ist der FC Schalke 04." Die mitgereisten Schalker Fans machten ihrem Unmut Luft: "Kramer raus!"-Rufe waren nach dem Schlusspfiff in Hoffenheim deutlich zu hören. 

Mit leerem Blick und die Hände in die Hüften gestützt steht Schalke Spieler Alex Kral auf dem Spielfeld in Hoffenheim. Die Schalker haben die schwächste Leistung der Saison abgeliefert und eine 1:5-Klatsche kassiert.
Ohne Biss und Spielidee: das Schalker Team um Kapitän Danny Latza (l.) und Alex Kral in HoffenheimBild: RHR-Foto/IMAGO

Für die Schalker steht am kommenden Wochenende die richtungsweisende Partie beim direkten Kontrahenten Hertha BSC auf dem Programm. Sportdirektor Rouven betonte mit Blick auf die Spieler: "Einfach mal sagen: Das wird schon - das wird nicht. Das ist das, was wir der Mannschaft auch klar mitgeteilt haben: Dass es so nicht geht." In dieser Form werde man kein Spiel gewinnen. Neben der Freistellung von Kramer nimmt auch Peter Knäbel, Mitglied des Vorstands und verantwortlich für den Sport, die Spieler mit in die Pflicht : "Unsere Analyse geht auch deshalb über die Einzelperson des Chef-Trainers hinaus. Wir werden uns in allen Bereichen signifikant verbessern müssen, um unser großes Ziel – den Klassenerhalt – erreichen zu können.“

Ein Nachfolger für Kramer steht noch nicht fest. Gehandelt wird Thomas Reis. Der Ex-Bochumer, der erst kürzlich beim VfL gehen musste, war schon im Sommer ein Thema bei Schalke.

jk/sn (dpa, sid)