Schalke 04 will ″für Breel spielen″ | Sport | DW | 19.10.2016
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Europa-League-Vorschau

Schalke 04 will "für Breel spielen"

Die schwere Verletzung von Breel Embolo überschattet das dritte Spiel des FC Schalke 04 in der Europa League. Bei FK Krasnodar will das Team trotzdem an die guten Leistungen im Europapokal anknüpfen.

Kaum ist der Schock über die schwere Verletzung von Breel Embolo ein wenig verdaut, muss der FC Schalke 04 weitere personelle Rückschläge verkraften. Für den ohnehin kniffligen Auftritt in der Europa League beim russischen Vertreter FK Krasnodar ist Schalkes Trainer Markus Weinzierl gezwungen, weitere vier Profis aus seinem Kader zu streichen. Auch Eric Maxim Choupo-Moting, Leon Goretzka, Nabil Bentaleb und Sead Kolasinac sind wegen "kleinerer Blessuren" beim ersten Europapokal-Auftritt des Fußball-Bundesligisten in Russland am Donnerstag (19:00 MESZ, ab 18:45 Uhr im DW-Liveticker) nicht einsatzfähig.

Nastasic spricht Embolo Mut zu

Besonders die Verletzung des Schweizers Embolo überschattet die bevorstehende Partie. Der Neuzugang hatte sich beim Bundesliga-Spiel in Augsburg das Sprunggelenk und das Wadenbein gebrochen sowie Syndesmose und Innenband gerissen. Er fehlt mindestens sechs Monate, dem 22-Millionen-Transfer droht sogar das Saison-Aus. Deshalb hat Mannschaftskollege Alessandro Schöpf für das Europa-League-Gruppenspiel eine klare Marschroute ausgegeben: "Wir müssen jetzt für Breel spielen."

Denn die kleine Siegesserie - die ersten beiden Europa-League-Spiele wurden gewonnen - soll auch trotz seines Ausfalls nicht reißen. "Das ist ein schlechter Moment für das Team, aber wir müssen wie Breel jetzt nach vorne schauen", sagte Matija Nastasic, der sich mit langen Verletzungspausen auskennt. Beim Auswärtsspiel in Bremen im August 2015 hatte er sich die Achillessehne gerissen. Jetzt spricht er Embolo Mut zu: "Meine Verletzung war anders, aber ähnlich, weil ich auch eine große Verletzung hatte. Nach der Operation habe ich mit ihm gesprochen und ihm erklärt, was ihn in nächster Zeit erwartet."

Der "Hunter" muss es richten

Die Ausfälle wiegen schwer, denn Weinzierl hatte gerade erst seine Stammformation gefunden und muss nun wieder größere Umbaumaßnahmen vornehmen. Klaas-Jan Huntelaar, Max Meyer, Benjamin Stambouli und Jewgeni Konopljanka könnten neu in die Startelf rutschen. Ungeachtet der Ausfälle blickt Schöpf positiv auf das anstehende Duell. "Wir sind gut in die Europa League gestartet und wollen in Krasnodar nachlegen. Das wird aber nur klappen, wenn wir bis an unsere Grenzen gehen", sagte der Österreicher.

Auch Klaas-Jan Huntelaar ist nun gefordert. Der einstige Torgarant hat in sechs Bundesligaspielen bisher nur einmal getroffen und seinen Stammplatz an Embolo verloren. Zudem entspricht der 33-jährige Angreifer nicht dem Ideal des Trainers von einem schnellen, bulligen Angreifer, der die gegnerische Abwehr ständig attackiert und unter Druck setzt. Trotzdem zählt Huntelaar zu den treffsichersten Schützen der Schalker. Seit 2010 erzielte er in 221 Partien in Bundesliga, DFB-Pokal und Europacup 123 Tore. Sollte Huntelaar gegen das starke Team von Trainer Igor Schalimow treffen, wäre es sein insgesamt 50. Tor im 80. Europapokalspiel.

Mainz will Tabellenführung

Im Anschluss wird die Partie zwischen dem FSV Mainz 05 und dem RSC Anderlecht angepfiffen. Der Mainzer Trainer Martin Schmidt hat eine Menge Respekt vor dem dreimaligen Europacup-Sieger, der als Spitzenreiter der belgischen Liga nach Mainz reist. Zudem kommt es beim Duell am Donnerstag (21:05 MESZ, ab 20:45 Uhr im DW-Liveticker) zum Aufeinandertreffen zweier Schweizer Trainer - Anderlecht wird von René Weiler trainiert. "Es ist ein hochkarätiger Gegner - auch wenn man die Geschichte des Klubs betrachtet", sagte Schmidt. Immerhin meint der FSV-Coach genau zu wissen, was auf ihn und seine Mannschaft zukommt.

"Sie haben eine einfache, gute Spielanlage - wie man es von Weiler aus seiner Zeit beim 1. FC Nürnberg kennt", sagte der 49-Jährige: "Ich kenne René. Er ist ein sehr veranlagter Trainer, er hat einen sehr guten Namen in der Schweiz." Die Schmidt-Elf ist - genauso wie Schalke - in der Europa League bisher ungeschlagen. Lediglich ein Unentschieden gegen St. Etienne musste der Bundesligist hinnehmen. Mit einem Sieg gegen Anderlecht wollen die Mainzer nun die Tabellenführung in ihrer Gruppe übernehmen.

tk/sn (sid, dpa)

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