Samsung-Erbe Lee kommt frei | Aktuell Asien | DW | 05.02.2018
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Südkorea

Samsung-Erbe Lee kommt frei

Die Bestechungsaffäre um den Samsung-Erben Lee Jae Yong hat ihn nicht nur ins Gefängnis, sondern auch die Präsidentin Südkoreas zu Fall gebracht. Umso erstaunlicher ist die Strafmilderung, die ihm nun zuteil wird.

Lee Jae-yong (picture-alliance/AP Photo/Ahn Young-joon)

Samsung-Erbe: Lee Jae Yong

Die Berufungsrichter in Seoul bestätigten die Verurteilung Lees Verurteilung wegen Bestechung, reduzierten aber seine ursprüngliche Haftstrafe von fünf Jahren in eine Bewährungsstrafe von zweieinhalb Jahren. Der 49-Jährige wurde für Schmiergeldzahlungen an die damalige Präsidentin Park Geun Hye verurteilt, mit denen er sich ihre politische Unterstützung sichern wollte. Park ist nicht mehr im Amt. Lee, der als Erbe eines der größten Firmenimperien der Welt gilt, befand sich seit Februar 2017 in Haft. Er hatte Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Börsenkurs steigt
Offizielle Reaktionen auf das Urteil gibt es noch nicht, nur an der Börse zeigte die angekündigte Freilassung des Firmenchefs offensichtlich schon Wirkung. An der Börse in Südkorea kletterten die Aktien von Samsung Electronics um knapp ein Prozent.

Lee ist der einzige Sohn von Samsung-Chef Lee Kun Hee. Seit einer Herzattacke seines Vaters im Jahr 2014 stand er de facto an der Spitze des Großkonzerns. Offiziell trägt er den Titel eines Vize-Vorsitzenden. Das Unternehmen ist der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefonen und Speicherchips.

bri/kle (rtr, dpa, afp)