Südsudan: Weg frei für Einheitsregierung | Aktuell Afrika | DW | 15.02.2020
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Afrika

Südsudan: Weg frei für Einheitsregierung

Im afrikanischen Bürgerkriegsland Südsudan scheinen sich die Konfliktparteien anzunähern. Präsident Salva Kiir stimmte einer Neugliederung der Bundesstaaten zu - eine der Kernforderungen der Opposition.

Südsudan Präsident Salva Kiir (Reuters/M. N. Abdallah)

Südsudans Präsident Salva Kiir stimmte dem Kompromiss zu den Bundesstaaten zu

Südsudans Präsident Salva Kiir hat die Bildung einer lang erwarteten Einheitsregierung möglich gemacht. Er stimmte einem Kompromiss über die Einteilung des Landes und die Anzahl der Bundesstaaten zu. Es sei schmerzhaft, aber "im Interesse des Friedens", sagte der Präsident des afrikanischen Bürgerkriegslandes bei einem Treffen mit Armeevertretern in der Hauptstadt Juba. Damit gilt der letzte große Streitpunkt zwischen Regierung und Opposition als beigelegt.

In einem 2018 unterzeichneten Friedensabkommen hatte Kiir mit seinem Rivalen und früheren Stellvertreter Riek Machar die Bildung einer Einheitsregierung vereinbart. Eine dafür geltende Frist ließen sie bereits zwei Mal verstreichen. Nun soll bis zum 22. Februar eine Einigung erzielt werden. 

Ein gescheiterter Staat 

Der Südsudan hatte im Sommer 2011 seine Unabhängigkeit vom Sudan erklärt. Im Dezember 2013 begann in dem bitterarmen Land ein Bürgerkrieg, in dessen Verlauf mehr als 380.000 Menschen getötet und vier Millionen Menschen in die Flucht getrieben wurden.

sth/se (afp, rtr, epd) 

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