Südkoreas ehemaliger Präsident vor Gericht | Welt | DW | 09.04.2018
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Korruption

Südkoreas ehemaliger Präsident vor Gericht

Erneut steht in Südkorea ein früherer Präsident unter dem Verdacht der Korruption. Lee Myung Bak soll Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen haben. Gegen ihn wurde Anklage erhoben.

Südkorea - ehemalige südkoreanische Präsident Lee Myung-bak (picture-alliance/AP/K. Hong-Ji)

Der ehemalige Präsident wird in 16 Punkten angeklagt, darunter Korruption und Steuerhinterziehung.

Die Staatsanwaltschaft in Südkorea hat Anklage erhoben gegen den früheren Präsidenten Lee Myung Bak. Zweieinhalb Wochen nach seiner Verhaftung muss sich der 76-jährige konservative Politiker in 16 Punkten, darunter Korruption und Machtmissbrauch, vor Gericht verantworten.

Lee wird unter anderem beschuldigt, während seiner Amtszeit als Präsident von 2008 bis 2013 Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen zu haben. Ermittelt wurde gegen ihn in mehreren Fällen von Korruption, in die auch Verwandte und frühere Berater des Politikers sowie Großkonzerne wie Samsung verwickelt sein sollen. 

Nicht der erste Präsident vor Gericht

Lee soll unter anderem elf Milliarden Won (8,4 Millionen Euro) vom Geheimdienst sowie von Unternehmen und anderen Organisationen angenommen haben. Außerdem soll er Steuern hinterzogen und offizielle Unterlagen aus dem Präsidialamt beseitigt haben. Lee bestreitet die Vorwürfe und bezeichnet die Ermittlung als "politische Rache" der jetzigen linksliberalen Regierung.

Die Anklage erfolgte nur drei Tage nach der Verurteilung von Lees Nachfolgerin im Präsidentenamt Park Geun Hye. Sie wurde zu einer Haftstrafe von 24 Jahren wegen Korruption und anderer Vergehen verurteilt. Im Gegensatz zu Lee wurde Park vorzeitig von ihrem Amt enthoben. 

pgr/djo (dpa, ape)

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