Sängerin Sinéad O′Connor ist zum Islam konvertiert | Kultur | DW | 26.10.2018
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Pop-Musik

Sängerin Sinéad O'Connor ist zum Islam konvertiert

Sie nennt sich jetzt Shuhada Davitt und trägt einen Hidschab. Die irische Popsängerin Sinéad O'Connor hat ihren Übertritt zum Islam auf Twitter bekannt gegeben.

Ihre Entscheidung sieht Sinéad O'Connor als "logische Konsequenz für jeden intelligenten Theologen". Die Musikerin, die mit dem Remake des Prince-Hits "Nothing Compares 2 U" 1990 weltweit berühmt wurde, hatte eine schwierige Kindheit und machte nach ihren großen Erfolgen eher durch Skandale und verstörende Aktionen auf sich aufmerksam. Nach eigenen Angaben wurde sie als Kind von einem Geistlichen missbraucht. 

Sie hatte die katholische Kirche in Vergangenheit scharf kritisiert, und bei einem Auftritt in der Sendung "Saturday Night Live" ein Foto von Papst Johannes Paul II. öffentlich verbrannt. 1996 ließ sie sich von der orthodox-katholischen und apostolischen Kirche in Irland zur Priesterin weihen, dies wird jedoch von der katholischen Kirche nicht anerkannt. Im vergangenen Jahr sorgte sie mit einem Facebook-Video aus einem Hotelzimmer für Entsetzen, in dem sie verzweifelt über ihr zerstörtes Leben und Suizidgedanken sprach.

Islamischer Gebetsruf auf Twitter

Auf Twitter postete die 51-Jährige nun ein Video von sich, in dem sie den islamischen Gebetsruf ("Adhan") ausführt. Einige Betonungen seien falsch gewesen, denn sie sei so überwältigt gewesen, kommentierte sie auf Twitter, "doch es wird hunderte Ausführungen auf der Bühne geben." Sie bedankte sich bei "meinen muslimischen Brüdern und Schwester, die so freundlich waren, mich in ihre Ummah (Gemeinschaft) aufzunehmen".

Umar al-Quadri, leitender Imam des Islamisches Zentrums in Irland, reagierte ebenfalls mit einer Videobotschaft auf Twitter, die ihr Glaubensbekenntnis zum Islam zeigt und tweetete weiter: "Shuhada hat eine wahrhaftige Seele und war dem einen Gott stets verbunden. Ich bete dafür, dass sie im Islam ihren Frieden findet."

jhi/so (dpa/afp)

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