Russland schickt 169 Athleten zu Olympia | Sport-News | DW | 25.01.2018
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Olympia

Russland schickt 169 Athleten zu Olympia

Mit fast so vielen Athleten wie bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver reist das russische Team nach Pyeongchang. Die Mehrheit der russischen Sportler bleibt von den Staatsdoping-Enthüllungen also unberührt.

Sotschi 2014 - Team Russland mit Subkow (picture alliance/dpa/epa/B. Walton)

Zur Schlussfeier wird das 169-köpfige russische Team wohl wieder unter der Nationalflagge einlaufen

Es hatte sich in den vergangenen Tagen bereits angedeutet: Russlands Olympiamannschaft, die im IOC-Sprachgebrauch als "Olympische Athleten aus Russland" antritt, reist in kaum reduzierter Mann- bzw. Frau-Stärke zu den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar). Russlands Nationales Olympisches Komitee (ROC) hat 169 Aktive seines Landes für die Teilnahme nominiert. Die Sportler aus Russland müssen wegen des durch die McLaren-Berichte dokumentierten Staatsdopings unter neutraler Flagge starten. Zur Schlussfeier dürfen die Russen dann aber wohl wieder mit russischer Flagge auftreten, hatte das Internationale Olympische Komitee entschieden. 

Ähnliche Teamstärke wie 2010

ROC-Vizepräsident Stanislaw Pozdnjakow teilte mit, dass die Nominierung in Abstimmung mit russischen und internationalen Fachverbänden erfolgt sei. Wie viele Sportler in welchen Disziplinen in Südkorea nach Russlands Ausschluss von Olympia wegen systematischen Staatsdopings als "Olympische Athleten aus Russland" an den Start gehen werden, war zunächst nicht bekannt. Vor Wochenfrist war die Liste möglicher Olympia-Starter aus Russland laut einer Mitteilung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) noch von 500 auf 389 Aktive reduziert worden. Die Gesamtgröße der Olympia-Delegation aus Russland bezifferte Pozdnjakow auf 340 Personen. Mit den 169 Athleten liegt Russlands Team etwa auf dem Niveau von 2010, wie die Übersicht der russischen Olympiastarter bei Winterspielen zeigt:

2014: 226

2010: 177

2006: 181

2002: 151

1998: 122

Ob die Zahl russischer Sportler in Pyeongchang noch weiter anwächst, entscheidet sich in diesen Tagen vor dem internationalen Sportgerichtshof CAS. Die seit Montag laufenden Berufungsverhandlungen von 39 wegen Dopings gesperrten Aktiven in Lausanne sollen am Samstag abgeschlossen werden. Die Verkündung der Urteile stellte der CAS für den Zeitraum von Dienstag bis Freitag kommender Woche (30. Januar bis 2. Februar) in Aussicht.

Ersatzwettbewerbe für gesperrte Athleten

Die nominierten Athleten können laut Russlands Sportminister Pawel Kolobkow nunmehr eigenständig über ihre Olympia-Teilnahme entscheiden. Für nicht zu den Olympia-Konkurrenzen zugelassene Athleten aus Russland und ausländische Aktive ohne Olympia-Nominierung will Russland nach Angaben Kolobkows während der Winterspiele Ersatzwettbewerbe organisieren.

jw/sn (mit sid, dpa)

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