Russische Athleten ziehen vor den Sportgerichtshof CAS | Sport | DW | 06.02.2018
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Tauziehen vor den Winterspielen

Russische Athleten ziehen vor den Sportgerichtshof CAS

Der Doping-Krimi geht in die nächste Runde: Weitere 32 Athleten aus Russland wollen ihre Teilnahme an den olympischen Winterspielen mit einer Klage durchsetzen. Unter den Klägern sind etliche ehemalige Olympiasieger.

Olympische Winterspiele Sotschi 2014 Russland Biathleten (AFP/Getty Images)

Bei den Winterspielen in Sotschi hatten die russischen Biathleten mit - von links - Anton Shipulin, Dmitry Malyshko, Sergej Ustjugow und Alexey Volkov Gold gewonnen

Die russischen Olympiasieger Viktor Ahn und Anton Schipulin wollen mit Klagen beim Schweizer Bundesgericht und dem Internationalen Sportgerichtshof CAS doch noch ihre Teilnahme an den Winterspielen in Pyeongchang erzwingen. Insgesamt haben sich 32 Athleten der Klage gegen den Ausschluss durch das Internationale Olympische Komitee angeschlossen, wie der CAS mitteilte. CAS-Präsident John Coates bestätigte in der IOC-Session in Pyeongchang den Vorgang. "Die Athleten haben Berufung gegen die Entscheidung der Kommissionen eingelegt", sagte IOC-Mitglied Coates.

Keine Einladung vom IOC

Neben Shorttrack-Star Ahn und Biathlet Schipulin wehren sich auch die Top-Ski-Langläufer Sergej Ustjugow und Ruslan Sacharow sowie Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Xenia Stolbowa gegen den Olympia-Bann. Die 32 Athleten waren auf Empfehlung der unabhängigen Prüfkommission unter Vorsitz der früheren französischen Sportministerin Valérie Fourneyron vom IOC nicht nach Pyeongchang eingeladen worden. Hintergrund ist der Skandal um organisierte Dopingmanipulationen der Russen bei ihren Heimspielen 2014 in Sotschi. Der CAS wird die Fälle mit seiner Ad-hoc-Kommission am Mittwoch verhandeln.

CAS hatte Olympia-Sperren aufgehoben

Zuletzt hatte das höchste Sportgericht die lebenslangen Olympia-Sperren gegen 28 russische Sportler aus Mangel an Beweisen aufgehoben. 15 Russen aus dieser Gruppe wollten daraufhin ihre Teilnahme in Pyeongchang erwirken, das IOC lehnte dies jedoch ab. Zu den Winterspielen hatte das IOC aus einer Liste von ursprünglich 500 Russen nach Empfehlung der Prüfkommission 169 Athleten eingeladen, die unter neutraler Flagge und ohne eigene Hymne starten. Sechs abgelehnte Russen waren zuletzt vor dem Schweizer Bundesgericht mit einer Klage gegen ihren Olympia-Ausschluss gescheitert.

as/sti (dpa, sid)