Rosige Aussichten bei SAP | Aktuell Wirtschaft | DW | 24.10.2012
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Aktuell Wirtschaft

Rosige Aussichten bei SAP

Europas größtes Softwarehaus SAP meldet weiterhin Wachstumssprünge und schraubt zum Jahresendspurt seine Erwartungen nach oben. Die Erlöse der Walldorfer zogen im dritten Jahresviertel um 17 Prozent an.

Logo des Softwareherstellers SAP an einem Gebäude am Konzernsitz in Walldorf (Foto: dpa)

SAP Softwarehersteller Logo

"Wir sind das am schnellsten wachsende Unternehmen am Markt": Vorstandssprecher Bill McDermott gab sich optimistisch und sah allen Grund für einen positiven Ausblick. Bei den Softwareerlösen konnte mit einem Plus von 17 Prozent auf 1,03 Milliarden Euro ein Rekordquartal verbucht werden. Auf Neunmonatssicht ist der Zuwachs mit 15 Prozent ähnlich hoch.

Im Kerngeschäft der Software-Verkäufe und den damit verbundenen Dienstleistungen lief es noch besser: Dort legte SAP um 19 Prozent auf rund 3,2 Milliarden Euro zu. Von Januar bis Ende September sind es in dieser Kategorie 18 Prozent (8,94 Mrd. Euro).

"Wir haben erstmals im dritten Quartal für mehr als eine Milliarde Euro Software an unsere Kunden verkauft", bilanzierte der Manager McDermott in Walldorf. Er steht gemeinsam mit Hagemann Snabe an der Vorstandsspitze. Das Geschäft laufe auf vollen Touren, vor allem in Amerika und Asien sei SAP-Software gefragt. Auch in Europa, wo die Geschäfte zuletzt verhalten blieben, sei im Schlussquartal mit Wachstum zu rechnen, sagte McDermott. "Wir sind zuversichtlich, dass wir weiterhin bessere Ergebnisse als unsere Wettbewerber erzielen werden".

Eigene Messlatte höher gelegt

Mit den guten Zahlen legte der Weltmarktführer für Unternehmenssoftware die eigene Messlatte ein Stückchen höher. Der Konzern rechnet nun damit, die Umsätze aus dem Kerngeschäft auf Jahressicht um bis zu 12,5 Prozent in Richtung der 13-Milliarden-Euro-Marke zu steigern. Das ist ein halber Prozentpunkt mehr als bisher.

Ein Grund für die besseren Aussichten ist die jüngst abgeschlossene Übernahme des Cloud-Spezialisten Ariba, dessen Geschäfte zum Jahresende mit in den SAP-Büchern stehen werden.

Anleger greifen zu

Beim Gewinn steht im Quartalsbericht allerdings ein dickes Minus, das sich neben Kosten für die Ariba-Übernahme vor allem mit einem buchhalterischen Sondereffekt aufgrund von Rückstellungen für einen Rechtsstreit erklären lässt.

Die Anleger ließen sich dadurch jedenfalls nicht irritieren. Mit einem Plus von 1,4 Prozent waren die Aktien des Software-Herstellers im frühen Geschäft größter Dax-Gewinner.

SAP stellte jüngst deutlich mehr Mitarbeiter an. Ende September arbeiteten 61.344 Menschen für den Softwareriesen. Das sind zwölf Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

ul/sc (dpa, rtr, dapd)

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  • Datum 24.10.2012
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