Rock′n′Roll-Legende Little Richard ist tot | Musik | DW | 09.05.2020
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Musik

Rock'n'Roll-Legende Little Richard ist tot

Er war für seine exzentrischen Auftritte bekannt. Der US-Sänger Little Richard galt als ein Pionier des Rock'n'Roll. Nun ist er im Alter von 87 Jahren gestorben.

Auf der Bühne hämmerte er in die Tasten und ließ wild seine Hüften kreisen. Little Richard gilt als einer der Gründungsväter des Rock'n'Roll. Geboren wurde der Musiker, der eigentlich Richard Wayne Penniman hieß, am 5. Dezember 1932 in Macon, Georgia.

Seinen ersten Hit konnte er 1956 mit "Tutti Frutti" landen. Dieses Lied mit seiner unvergesslichen ersten Zeile "Awop bop a loo mop / Alop bam boom" wurde trotz seines schwulen Sex-Themas zu einer Art Hymne des Rock'n'Roll.

1957 folgten weitere erfolgreiche Lieder wie "Long Tall Sally", "Rip It Up" und "Lucille". Von Anfang an waren Little Richards Auftritte durch eine gewisse Extravaganz geprägt. Der Sänger trug einen Look aus bunten Hemden und schrillen Smokings, kombiniert mit einem dünnen Schnurrbart und einem 15 Zentimeter hohen Pompadourhaarschnitt. Ein Outfit, mit dem er das zugeknöpfte Amerika der Zeit schockierte.

Little Richard übte einen großen Einfluss auf die Musikszene aus

Little Richards Musik inspirierte viele andere Musiklegenden, darunter Rockstars wie Buddy Holly, Jerry Lee Lewis und Elvis Presley. Wie Chuck Berry oder Fats Domino schuf Little Richard in den 50er Jahren ein neues Musik-Genre.

Ab den 1980ern war der Musiker, der nach den 50er-Jahren keinen Top-Ten-Hit mehr landete, oft in Hollywood-Produktionen, aber auch im Fernsehen zu sehen: Er hatte Auftritte in "Zoff in Beverly Hills", "Full House" oder "Miami Vice".

1986 wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, 1993 erhielt er bei den Grammys den Lifetime Achievement Award. Seine Karriere war ein nicht enden wollendes Hin und Her zwischen der Rückkehr zum Rock'n'Roll (er trat 2005 bei Olympia auf) und dem Verkauf von Bibeln. Seine letzte Platte nahm er 2010 auf. Gelegentlich war Little Richard auch noch live auf der Bühne zu erleben, nach einer Hüft-OP jedoch nur noch im Sitzen am Klavier.

In den sozialen Netzwerken verbreitete sich die Todesnachricht rasant. Fans erinnerten an die vielfältigen Talente des Musikers, der nicht nur eine unverwechselbare Stimme, sondern auch eine beeindruckende Bühnenpräsenz hatte.

Die Ursache seines Todes ist noch unbekannt. Little Richards Sohn Danny Penniman bestätigte gegenüber dem amerikanischen Musikmagazin "Rolling Stone" das Ableben des Sängers.

so/gri (Rolling Stone, afp, rtr, dpa)

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