Rekorderlös für Beckmanns ″Ägypterin″ | Aktuell Deutschland | DW | 31.05.2018
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Kunstauktion

Rekorderlös für Beckmanns "Ägypterin"

Das Gemälde "Die Ägypterin" von Max Beckmann ist in Berlin für eine Rekordsumme versteigert worden. Das Bild war auf zwei Millionen Euro geschätzt worden. Der Zuschlag erfolgte beim Höchstgebot von 4,7 Millionen Euro.

Das 60 mal 30 Zentimeter große Frauenportrait ging bei der Versteigerung im Auktionshaus Villa Grisebach an einen anonymen Bieter. Es sei der bisher höchste Erlös bei einer Kunstversteigerung in Deutschland, sagte Auktionator Peter Graf zu Eltz.

Das 1942 in Max Beckmanns holländischem Exil entstandene Gemälde wurde zunächst auf einen Wert von mindestens zwei Millionen Euro geschätzt. Das Werk stammt aus dem Nachlass von Barbara Göpel, einer engen Freundin des Malers. Das Bild hatte Beckmanns Förderer Eberhard Göpel in Amsterdam erworben, dessen Frau Barbara das Werkverzeichnis des Künstlers erstellte.

Göpel selber war für die Nationalsozialisten am Kunstraub in ganz Europa beteiligt. Dabei ging es um die Beschaffung von Bildern für ein geplantes "Führermuseum". Beckmanns "Ägypterin" gehörte aber nicht dazu.

Der "weibliche Kopf in Blau und Grau", wie Beckmann "Die Ägypterin" zunächst nannte, wurde bereits in großen Ausstellungen weltweit gezeigt, doch es kam jetzt erstmals auf den Markt. Ob sich der Maler (1884-1950) für das Bild von einer realen Frau inspirieren ließ, ist unklar.

2005 war Beckmanns Bild "Anni" für 3,4 Millionen Euro versteigert worden. Es war damals das teuerste Kunstwerk, das jemals in Deutschland versteigert  wurde.

qu/se (dpa)