Red Children - Kindheit unter Mao | DokFilm | DW | 06.02.2020
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DokFilm

Red Children - Kindheit unter Mao

Über 400 Ausländer waren direkt an Maos Kulturrevolution beteiligt: Europäer und Amerikaner. Ihre Kinder wurden in China kommunistisch erzogen. Doch im Zuge Maos späterer Säuberungsaktionen wurden die Familien als ausländische Spione verfolgt.

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Die Eltern dieser sogenannten "roten Kinder" kamen aus der ganzen westlichen Welt - aus New York, London, Paris, Berlin. Im China zur Zeit der Kulturrevolution bekleideten sie bedeutende Positionen in der aufstrebenden Gesellschaft: Sie waren Berater für Stadtplanung der Hauptstadt oder unterrichteten Mao als Privatlehrer in Englisch. Ihre Kinder wurden streng im Sinne der Partei erzogen, um das kommunistische China und seinen Führer Mao Tse-Tung zu lieben. Sie besuchten lokale chinesische Schulen, schlossen sich den "Roten Garden", der Speerspitze von Maos Bewegung, an und akzeptierten die Grundsätze des Kommunismus. Doch als Maos Säuberungsaktionen gegen Intellektuelle begann, die der Kulturrevolution vermeintlich kritisch gegenüberstanden, wurde ihr unerschütterliches Engagement für das "Neue China" von der Parteiführung in Frage gestellt. Schließlich wandte sich die chinesische Gesellschaft gegen sie und die Familien aus dem Westen wurden als ausländische Spione verfolgt. Einige saßen im Gefängnis, andere wurden in Arbeitslager geschickt. "Red Children" erzählt ihre Geschichte und verbindet persönliches Erleben mit den historischen Hintergründen der chinesischen Kulturrevolution.