Raubtiere waren gar nicht wirklich weg | Aktuell Deutschland | DW | 01.06.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Schreck in der Eifel

Raubtiere waren gar nicht wirklich weg

Entwarnung in Lünebach: Die Flucht der gefährlichen Wildtiere aus einem Zoo in Lünebach war gar keine. Die meisten der vermissten Tiere hatten sich nach einem Unwetter in ihren Gehegen versteckt.

Löwen im Eifel-Zoo Lünebach (picture-alliance/dpa/H. Tittel)

Löwen im Eifel-Zoo Lünebach (Archivbild)

Für die Bewohner in Lünebach in der Eifel war es ein großer Schreck: Gegen Mittag kam die Meldung, aus dem Eifel-Zoo seien zahlreiche Tiere ausgebrochen. Die Rede war von einem Bär, zwei Tigern, zwei Löwen und einem Jaguar. Die Menschen wurden von der Polizei aufgefordert, in ihren Wohnungen zu bleiben und gesichtete Tiere der Polizei zu melden. Es gab Befürchtungen, dass es kaum möglich sein werde, die Wildtiere wieder einzufangen. Lünebach liegt in einer sehr ländlichen Gegend, in der es viele Wälder gibt, die entsprechend viel Unterschlupf bieten.

Wiedergefunden - mit Hilfe einer Drohne

Jetzt aber die endgültige Entwarnung: Bis auf den Bären waren die Tiere gar nicht ausgebüxt, sondern hatten sich in ihren Gehegen versteckt. Ein Unwetter war in der Nacht über dem kleinen Eifel-Ort niedergegangen und hatte Teile des Zoos überschwemmt - auch die Zäune der Raubtier-Gehege wurde unterspült - die Tiere hätten also ausbrechen können. Eine Drohne brachte die Wahrheit an den Tag, so dass die Behörden Entwarnung geben konnten. Tragisch endete die Sache allerdings für den Bären: Er nutzte die Gelegenheit zur Flucht, wurde von Jägern gestellt und erschossen.

bru/sam (dpa/afp)