Rassismus: Medienschelte von Sterling | Sport-News | DW | 09.12.2018
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Rassismus in der Premier League

Rassismus: Medienschelte von Sterling

Die englische Polizei ermittelt wegen Rassismus gegen Chelsea-Fans. Und das Opfer, Raheem Sterling von Manchester City, macht die Zeitungen mit verantwortlich für die Beleidigungen durch die Zuschauer.

Die englische Polizei ermittelt gegen einzelne Fans des FC Chelsea wegen vermeintlich rassistischer Beleidigungen gegen Nationalspieler Raheem Sterling von Manchester City. Der 24-Jährige war beim 0:2 am Samstag in London am Spielfeldrand von einigen Anhängern der Gastgeber lautstark beschimpft worden, was Videos beweisen, die am Sonntag in den sozialen Medien geteilt wurden.

"Wir werden diese auswerten, um festzustellen, ob Verstöße begangen wurden", teilte die Metropolitan Police mit. Zu Verhaftungen sei es bislang nicht gekommen. Chelsea versicherte, wenn nötig die "härtest möglichen" Konsequenzen zu ziehen.

Sterling selbst holte am Sonntag zur Kritik gegen die Medien aus, die dabei helfen würden, "Rassismus zu befeuern". Konkret warf der Nationalspieler den Zeitungen vor, über Jungprofis abhängig von der Hautfarbe zu berichten. Vorfälle wie am Samstag an der Stamford Bridge seien deshalb nicht verwunderlich. "Ich musste lachen, weil ich nichts Besseres erwartet habe", schrieb Sterling bei Instagram.

Der englische Fußballverband FA versicherte in einer Stellungnahme, die Behauptungen sehr ernst zu nehmen und mit den Klubs und Behörden zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig verurteilte die FA jegliche Form von Diskriminierung scharf.

to/asz (sid, dpa)