Präsidentenwahl in Nordmazedonien | Aktuell Europa | DW | 21.04.2019
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Südosteuropa

Präsidentenwahl in Nordmazedonien

Gut zwei Monate nach der Umbenennung haben die Einwohner des Balkanstaats einen neuen Präsidenten gewählt. Die Abstimmung gilt als Stimmungstest für die regierenden Sozialdemokraten. Deren Kandidat gilt als Favorit.

Nordmazedonien Wahlplakate vor der Präsidentenwahl in Skopje (Getty Images/AFP/R. Atanasovski)

Wahlplakate in der Hauptstadt Skopje

Rund 1,8 Millionen Bürger waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Ergebnisse werden in den kommenden Stunden erwartet. In den Umfragen lag der sozialdemokratische Kandidat Stevo Pendarovski knapp vor der parteilosen Gordana Siljanovska-Davkova. Die Politikerin wird von der nationalistischen Oppositionspartei VMRO-DPMNE unterstützt, die auch den bisherigen Amtsinhaber Djordje Ivanov stellte. Dieser darf nach zwei Amtsperioden nicht mehr antreten.

Der Präsident hat in Nordmazedonien überwiegend repräsentative Aufgaben, kann aber neue Gesetze verzögern. Um ein gültiges Ergebnis zu erzielen, müssen 40 Prozent der Bürger an die Urnen gehen. Viele Wähler sind allerdings desillusioniert von einer Regierung, die sich in ihren Augen vor allem durch Korruption auszeichnet. Einige Beobachter gehen deshalb davon aus, dass die erforderliche Wahlbeteiligung nicht erreicht wird.

Sorgenkind Wirtschaft

In Nordmazedonien liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei mehr als 20 Prozent. Der durchschnittliche Monatslohn beträgt rund 400 Euro. Das führt dazu, dass zahlreiche Menschen das Land verlassen, um im Ausland zu arbeiten.

Zumindest im Namensstreit mit Griechenland konnte die Regierung Mitte Februar eine Einigung erreichen. Der jahrzehntelange Konflikt mit dem Nachbarland endete mit der Umbenennung von Mazedonien in Nordmazedonien. Nach diesem wichtigen Schritt steht einem Beitritt des Landes zur NATO nichts mehr im Wege. Zudem hofft man in der Hauptstadt Skopje auf baldige Gespräche über einen Beitritt zur Europäischen Union.

djo/stu (afpe, dpa)

Die Redaktion empfiehlt