Präsidentenwahl: Chile tendiert nach rechts | Aktuell Amerika | DW | 19.11.2017
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Südamerika

Präsidentenwahl: Chile tendiert nach rechts

In Chile hat das Rennen um die Präsidentschaft begonnen. Als Favorit gilt der konservative ehemalige Staatschef Sebastián Piñera. Doch er muss voraussichtlich in eine Stichwahl.

Chile Präsidentenwahl Kandidaten | Sebastian Pinera (Getty Images/AFP/C. Reyes)

Könnte zum zweiten Mal Chiles Präsident werden: Sebastiàn Piñera

Er ist einer der reichsten Unternehmer Chiles und könnte der Nachfolger von Präsidentin Michelle Bachelet werden. In dem Amt wäre Sebastián Piñera kein Neuling, 2011-2014 war er bereits Präsident des südamerikanischen Staates.

Piñera setzt auf Wirtschaftswachstum und hat angekündigt, die öffentlichen Ausgaben zu senken. Wichtigster Gegenkandidat ist der linke Journalist Alejandro Guillier. Der 64-Jährige versprach, die kostenlose Bildung auszubauen und den Reformkurs der scheidenden Präsidentin Bachelet fortzusetzen.

Stichwahl erwartet

Letzten Umfragen zufolge könnte der 67-jährige Piñera die absolute Mehrheit im ersten Wahlgang verpassen und müsste dann am 17. Dezember in die Stichwahl gehen. Insgesamt stehen acht Kandidaten zur Wahl - die Sozialistin Bachelet durfte laut Verfassung nicht mehr antreten.

Bachelet hat die Bürger wiederholt zur Wahl aufgerufen – nicht ohne Grund: Es wird eine niedrige Wahlbeteiligung befürchtet. Umfragen zufolge wollen weniger als die Hälfte der Stimmberechtigten wählen gehen. Unter jungen Leuten ist die Politikverdrossenheit groß.

Bei dem Urnengang werden auch alle 155 Abgeordneten und die Hälfte der Senatoren neu gewählt.

fab/rb (dpa, epd)