Peschawar kommt nicht zur Ruhe | Aktuell Asien | DW | 29.09.2013
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Aktuell Asien

Peschawar kommt nicht zur Ruhe

Es ist bereits der dritte schwere Anschlag in der pakistanischen Provinzhauptstadt seit dem vergangenen Wochenende: Wieder riss in Peschawar eine Bombe viele Menschen in den Tod.

Bei einem Bombenanschlag im unruhigen Nordwesten Pakistans sind nach jüngsten Agentur-Berichten mehr als 30 Menschen getötet worden. Der Sprengsatz explodierte auf dem belebten Kissa-Khwani-Markt in Peschawar, wie die Behörden mitteilten.

Der Leiter eines Bombenräumkommandos sagte, der Anschlag habe sich in der Nähe einer Polizeiwache ereignet, doch scheine diese nicht das eigentliche Ziel gewesen zu sein. Alles deute darauf hin, dass es sich um eine ferngezündete Autobombe gehandelt habe. Peschawar liegt nahe der Stammesgebiete, die als Rückzugsgebiet islamistischer Aufständischer wie der Taliban sowie des Terrornetzwerks Al-Kaida gelten.

Serie des Terrors

Erst am Freitag waren in der Hauptstadt der Provinz Khyber-Pakhtunkhwa bei einem Bombenanschlag auf einen Bus mit Mitarbeitern der Regierung 18 Menschen getötet worden. Vor einer Woche hatte es in Peschawar zudem bei einem Anschlag auf eine christliche Kirche mehr als 80 Tote gegeben. Zu der Attacke bekannte sich eine zu den pakistanischen Taliban gehörende Gruppe. Anschläge auf Christen waren bisher verhältnismäßig selten in Pakistan. Nach dem Anschlag gab es landesweite Proteste von Christen, die besseren Schutz durch die Regierung forderten.

Derweil wurden bei einem US-Drohnenangriff in Pakistan drei mutmaßliche Extremisten getötet, wie es aus Sicherheitskreisen hieß. Der Angriff habe sich gegen ein Gebäude im Stammesgebiet Nord-Waziristan an der Grenze zu Afghanistan gerichtet. Die pakistanische Regierung hat mehrfach gegen US-Drohnenangriffe protestiert, bei denen auch immer wieder Zivilisten getötet werden.

wa/sti (afp, dpa)

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