Papst verteidigt Hochschulfreiheit in Tokio | Aktuell Asien | DW | 26.11.2019
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Japan

Papst verteidigt Hochschulfreiheit in Tokio

Mehr als Mainstream: Papst Franziskus setzt sich in Japan dafür ein, dass Studenten auch mit dem in Kontakt kommen, was die Gesellschaft ausgrenzt. Nur wer verantwortlich entscheiden könne, dürfe einen Titel erhalten.

Zum Abschluss seiner Japanreise hat Papst Franziskus die katholische Sophia-Universität in Tokio besucht. Dabei warb er für die Autonomie und Freiheit von Bildungseinrichtungen. Universitäten brauchten das ganze fachliche und kulturelle Spektrum, um der wichtigste Ort für die Ausbildung von Führungskräften zu bleiben, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche vor Lehrkräften und Studenten. Zudem erinnerte er an die soziale Verantwortung von Hochschulen und an die Aufgabe, die Urteilsfähigkeit zu schulen.

Gesellschaftlich Ausgegrenzte müssten einen Platz im akademischen Bildungsplan haben, forderte Franziskus. Auch sollte kein Student der Sophia-Universität einen Abschluss erwerben, ohne gelernt zu haben, wie man sich verantwortlich und frei für das entscheide, was man vor dem Gewissen als das Bessere erkannt habe.

Wunsch nach einer "barmherzigeren Gesellschaft"

Die mit dem Jesuitenorden verbundene Privatuniversität zählt zu den renommiertesten Bildungseinrichtungen des Landes. Franziskus - selbst ein Jesuit - würdigte das Wirken des spanischen Jesuiten Franz Xaver, der Japan 1549 als erster christlicher Missionar erreichte. Mit Blick auf die Situation heutiger Katholiken in Japan erklärte der Papst, er hoffe auf eine wachsende Wertschätzung der christlichen Minderheit. Er habe in dem ostasiatischen Land den Wunsch nach einer "barmherzigeren Gesellschaft" verspürt, sagte Franziskus, ehe er von Tokio aus die Rückreise nach Rom antrat.

jj/haz (kna, ap)

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