Papst besucht die ärmsten Länder der Welt | Aktuell Afrika | DW | 04.09.2019
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Afrika

Papst besucht die ärmsten Länder der Welt

Papst Franziskus ist zu einer Reise nach Afrika aufgebrochen. Seine Route führt nach Mosambik, Madagaskar und Mauritius - Länder, in denen Franziskus bisher nicht war. Sie sind stark vom Klimawandel bedroht.

Ägypten Besuch vom Papst Franziskus in Kairo	Ägypten Besuch vom Papst Franziskus in Kairo
Ägypten Besuch vom Papst Franziskus in Kairo (Reuters/A. Bianchi)

Papst Franziskus bei einem Besuch in Kairo im April 2017 (Archivbild)

In der mosambikanischen Hauptstadt Maputo sind Begegnungen mit Regierungsvertretern und Jugendlichen geplant. Der Papst will auch Straßenkinder, Aidskranke und Zyklon-Opfer treffen. Zum Abschluss ist am Freitag eine Messe im Stadion nahe Maputo geplant. Mosambik ist eines der ärmsten Länder der Welt. Es wurde im vergangenen Jahr von zwei verheerenden Zyklonen getroffen. In der früheren portugiesischen Kolonie sind rund 28 Prozent der knapp 30 Millionen Einwohner Katholiken.

Um Armut und Korruption dürfte es auch beim Papstbesuch in Madagaskar gehen, das ebenfalls zu den ärmsten Ländern der Welt gehört. Nach Angaben der Weltbank erlebt die viertgrößte Insel der Welt im Durchschnitt drei Zyklone pro Jahr. In der Hauptstadt Antananarivo stehen am Samstag ein abendliches Großtreffen nach Art der Weltjugendtage und am Sonntag eine Messe auf dem Programm. Daneben besucht der Papst ein Sozialprojekt für ehemalige Bewohner von Mülldeponien.

Erzbischof mahnt

Vor dem Besuch von Franziskus in Madagaskar hat Kardinal Desire Tsarahazana, Erzbischof von Toamasina, mehr Einsatz gegen Korruption im Land gefordert. "Leider gibt es noch viel zu tun, um Korruption zu bekämpfen, sowie eine nicht gut funktionierende Justiz", heißt es in einem Gastbeitrag für die Vatikanzeitung "Osservatore Romano". Für eine bestmögliche Entwicklung in dem südostafrikanischen Land brauche es "fähige Führer und motivierte Leute".

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Madagaskar - Autobau in Handarbeit (27.07.2019)

Die Kirche werde ihren Teil beitragen, versicherte Tsarahazana, der auch Vorsitzender der Bischofskonferenz seines Landes ist. Mit Hilfe der Bischofskonferenz werde die Kirche "weiterhin Unregelmäßigkeiten aufzeigen, die zu Leiden der Menschen führen, und ebenso die Menschen ermutigen, Verantwortung zu übernehmen".

Der madagassische Kardinal beklagte zudem mangelnde Sicherheit, sowohl in ländlichen Gebieten wie auch in der Hauptstadt Antananarivo. Die Armut auf der Insel nehme weiter zu, auch wenn Madagaskar schon jetzt eines der ärmsten Länder der Welt sei.

Kurzbesuch auf Mauritius

Auch das östlich von Madagaskar im Indischen Ozean gelegene Urlaubsparadies Mauritius wird von Wirbelstürmen und steigendem Meeresspiegel bedroht. Dort wird Franziskus am Montag zu einem eintägigen Aufenthalt erwartet. Fast die Hälfte der Bewohner des Inselstaates sind Hindus. Das Volk von Mauritius sei durch die Begegnung verschiedener Ethnien entstanden und genieße deshalb den Reichtum verschiedener kultureller und auch religiöser Traditionen, sagte Franziskus vorab in einer Videobotschaft.

Mauritius ist die letzte Station seiner Reise in den Südosten Afrikas. Es ist die 31. Auslandsreise des Papstes und die vierte nach Afrika. Die Zerstörung der Umwelt und die Erderwärmung stehen für Franziskus im Zentrum seines Pontifikats. Dazu hatte er 2015 schon die Enzyklika "Laudato si'" (Gelobt seist du) veröffentlicht.

kle/mak (kna, epd, dpa)

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