Palästinenser an Gaza-Grenze erschossen | Aktuell Nahost | DW | 06.09.2019
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Nahost-Konflikt

Palästinenser an Gaza-Grenze erschossen

Bei Ausschreitungen an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel sind nach palästinensischen Angaben zwei Jugendliche von der israelischen Armee getötet worden. Mehr als 70 Menschen wurden demnach verletzt.

Demonstranten an der Grenze

Demonstranten an der Grenze

Zwei Jugendliche im Alter von 14 und 17 Jahren sind bei Zusammenstößen mit israelischen Soldaten an der Gaza-Grenze erschossen worden. Dies teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Zudem seien mindestens 76 Palästinenser verletzt worden, davon 46 durch scharfe Munition.

Die israelische Armee wollte sich zunächst nicht zu den Todesumständen äußern. Sie teilte mit, "6200 Aufrührer und Demonstranten" hätten sich an verschiedenen Punkten an der Grenze versammelt und Brandbomben und Sprengsätze geworfen. Mehrere Personen hätten den Sicherheitszaun überwunden und seien dann wieder in den Gazastreifen zurückgekehrt. Die Soldaten hätten mit verschiedenen Maßnahmen reagiert, um die Unruhen zu zerstreuen.

Ein Verletzter wird weggetragen

Ein Verletzter wird weggetragen

An der Grenze zwischen dem von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Gazastreifen und Israel protestieren seit März 2018 jede Woche Palästinenser. Die Demonstrationen münden häufig in Zusammenstößen mit israelischen Soldaten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden dabei 310 Palästinenser getötet und Tausende weitere verletzt. Israel wird aus dem Gazastreifen immer wieder mit Raketen beschossen und reagiert darauf meist mit Luftangriffen.

Die Palästinenser verlangen unter anderem eine Aufhebung der Blockade, die Israel und Ägypten über den Gazastreifen verhängt haben. Außerdem fordern sie eine Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge ins heutige Israel. Die im Gazastreifen herrschende Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Sie hatte 2007 gewaltsam die Kontrolle im Gazastreifen übernommen

stu/wa (dpa, afp)

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