″On the Wall″ - Michael Jackson in der zeitgenössischen Kunst | Kultur | DW | 29.06.2018
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Ausstellung

"On the Wall" - Michael Jackson in der zeitgenössischen Kunst

2018 wäre der "King of Pop" 60 Jahre alt geworden. Doch am 25. Juni 2009 verbreitete sich die Nachricht vom plötzlichen Tod des Stars. Eine Ausstellung in London zeigt, wie Künstler Michael Jackson gesehen haben.

Die Ausstellung in der National Portrait Gallery im Londoner West End wirft einen ganz neuen Blick auf die Musiklegende Michael Jackson. Im Fokus steht die Sicht von 48 berühmten Künstlern des 20. Jahrhunderts auf die "Pop-Ikone".  Bis heute gilt Michael Jackson als einer der einflussreichsten Kulturschaffenden des letzten Jahrhunderts. Unvergessen seine Genialität, wenn es um Songwriting und Produktion, um Tanz und Choreografie ging. 

Andy Warhols Jackson-Porträt von 1982 (picture-alliance/Photoshot)

Andy Warhols Jackson-Porträt von 1982

1982 hatte sich Andy Warhol als erster Künstler mit Michael Jackson beschäftigt und mit seinem Porträt viele andere Künstler wie den US-amerikanischen Fotografen und Regisseur David LaChapelle inspiriert. Der stellte Jackson zum Beispiel als einen amerikanischen Jesus oder als Erzengel dar, der den Teufel besiegt . Die US-Künstlerin Catherine Opie, die mit ihren Porträts von Transgender, Tätowierten und Homosexuellen international bekannt wurde, zeigt ein Jackson-Porträt, das in eine Altarszene eingebettet ist. Und Mark Flood aus den USA sieht den Superstar als Außerirdischen zusammen mit E.T.

Michael Jacksonschreitet über einen Pfad beleuchteter Würfel (picture-alliance/Photoshot)

"An Illuminating Path" von David LaChapelle

Kuratiert wurde die Ausstellung in der National Portrait Gallery von Nicholas Cullinan, der die Galerie seit 2015 leitet. Eine biografische Schau würde auch auf die familiären Probleme und auf die vielen Anschuldigungen wegen Michael Jacksons angeblicher Pädophilie eingehen, "aber das tun wir nicht", erklärte er in einem Gespräch mit der British Broadcasting Corporation (BBC), schließlich sei das nicht der Fokus der Schau. Stattdessen wolle sie zeigen, wie unterschiedlich Jackson von so vielen Leuten wahrgenommen worden sei. "Wenn wir uns dem zehnten Jahrestag seines Todes nähern, gibt es immer noch Menschen mit sehr positiven und sehr negativen Ansichten von Michael Jackson. Aber es ist selten, jemanden zu finden, der ihn völlig uninteressant findet." 

Isa Genzkens Wind - eine Plastik im übergroßen Poster-Format (picture-alliance/Photoshot)

Reaktion auf Jacksons Tod - Isa Genzkens "Wind" von 2009

Der letzte Raum der Ausstellung zeigt die Video-Installation "King" der in Berlin lebenden südafrikanischen Künstlerin Candice Breitz aus dem Jahr 2005. "Ich wollte nicht mit der Traurigkeit seines Todes aufhören", so Nicholas Cullinan. "King ist eine Videoarbeit mit 16 jungen Leuten, die Thriller von Anfang bis Ende spielen. Es ist fröhlich und bewegend - ich hoffe, die Leute werden denken, dass es die ganze Show zusammenfasst."
Die Ausstellung "Michael Jackson: On the Wall" ist in London gestartet. Anschließend wandert sie nach Paris und kommt vom 22. März bis zum 14. Juli 2019 nach Bonn in die Bundeskunsthalle.

cp /suc (dpa, npg.org.uk, bbc.com)

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